Audimax » Politik » Trump fordert muslimische Länder zur Unterzeichnung des Israel-Abkommens auf

Trump fordert muslimische Länder zur Unterzeichnung des Israel-Abkommens auf

Trump fordert mehrere Länder zu Abkommen mit Israel auf

Donald Trump appelliert an mehrere muslimische Staaten, ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel zu normalisieren und das sogenannte Abraham-Abkommen zu ratifizieren. Er betrachtet diesen Schritt als bedeutenden Beitrag zur Friedensförderung im Nahen Osten.

Der US-Präsident forderte explizit Länder wie Katar, Pakistan, Ägypten, Jordanien und die Türkei dazu auf, die Abraham-Abkommen verbindlich zu unterzeichnen. Dies solle Teil eines umfassenden Prozesses zur Einigung mit dem Iran sein, so Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Zuvor habe er direkte Gespräche mit den Regierungschefs dieser Länder sowie mit Saudi-Arabien und Bahrain geführt. Angesichts des Engagements der USA müsse es für diese Staaten verpflichtend sein, die Normalisierungsabkommen mit Israel zeitgleich zu ratifizieren, erklärte Trump. Zwar könnten ein oder zwei Länder Vorbehalte haben, was akzeptabel sei, doch die Mehrheit sollte bereit sein, um so das Abkommen mit dem Iran zu einem historischen Erfolg zu machen, schrieb er weiter.

Später betonte der US-Präsident, dass Saudi-Arabien und Katar sofort mit der Unterzeichnung beginnen sollten, woraufhin die übrigen Länder folgen müssten. Er erhöhte den Druck, indem er erklärte, dass Staaten, die das Abkommen ablehnten, nicht Teil davon sein sollten, da dies auf eine negative Absicht schließen lasse.

In Bezug auf eine mögliche Friedensvereinbarung mit dem Iran äußerte Trump, dass es für die beteiligten Länder eine Ehre wäre, den Iran in das Abkommen aufzunehmen, sobald ein Friedensschluss erreicht sei. Die Verhandlungen mit Teheran verlaufen positiv, doch einen baldigen Abschluss kündigte er nicht an. Er betonte lediglich, dass das Abkommen entweder von großer Bedeutung sein werde oder gar nicht zustande komme.

Während seiner ersten Amtszeit vermittelte Trump mit den Abraham-Abkommen eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko sowie dem Sudan. Seit der Erstunterzeichnung vor fast sechs Jahren ist kein weiteres arabisches Land beigetreten. Nur Kasachstan, das bereits seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel pflegt, kündigte im vergangenen Jahr seine Absicht zum Beitritt an.

Die Abkommen wurden international als wichtiger Schritt zu einem friedlicheren Nahen Osten begrüßt. Allerdings stießen sie in Teilen der regionalen Bevölkerung auf Ablehnung, da der israelisch-palästinensische Konflikt darin nicht berücksichtigt wurde.