„Sicherste Grenze aller Zeiten“: Rücktritt von US-Grenzschutzchef Michael Banks
Donald Trump hatte im Wahlkampf eine konsequentere Migrationspolitik angekündigt. Nach dem Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem verlässt nun auch einer ihrer engsten Vertrauten die Behörde. Zudem kommt es zu weiteren Veränderungen in den Führungsetagen.
Michael Banks, der Leiter der US-Grenzschutzbehörde, ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Die U.S. Border Patrol nannte keinen konkreten Grund für seinen Rückzug. Sein Abgang reiht sich ein in eine Reihe von Personalwechseln innerhalb der Einwanderungsbehörde unter Präsident Donald Trump in den letzten Monaten. In einer Abschiedsbotschaft an seine Mitarbeiter betonte Banks, er werde „für immer der größte Fürsprecher“ seiner Behörde bleiben.
Im Januar 2025 hatte Trump Banks zum Leiter der Behörde ernannt. Zuvor war Banks über zwei Jahrzehnte im Grenzschutz tätig und wurde ab 2023 zum Grenzbeauftragten des republikanisch regierten Bundesstaates Texas. Nach Angaben von Insidern galt Banks als Vertrauter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem, die Trump im März entlassen hatte. Die Personalrochade fällt in eine Phase, in der die Unterstützung für Trumps Einwanderungspolitik in der Öffentlichkeit nachlässt.
Neben Banks verlassen auch weitere leitende Mitarbeiter die Behörde. So scheidet der amtierende Direktor der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Todd Lyons, zum Monatsende aus. Sein Nachfolger wird David Venturella, der zuvor unter anderem für den privaten Gefängnisbetreiber GEO Group tätig war. Der umstrittene Grenzschutzbeamte Gregory Bovino ging bereits im März in den Ruhestand. Gleichzeitig wurden die Kompetenzen von Tom Homan, dem Grenzbeauftragten des Weißen Hauses, erweitert.
Trump hatte seine Wiederwahl unter anderem mit dem Versprechen gesichert, rigoros gegen illegale Grenzübertritte vorzugehen. Unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden gelangten Millionen Menschen illegal in die USA. Laut Regierungsdaten wurden in Trumps erstem Amtsjahr von Februar 2025 bis Januar 2026 etwa 86.000 Migranten an der Grenze festgenommen – im Vergleich zu 956.000 im Vorjahr.
Rodney Scott, Leiter der übergeordneten Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), dankte Banks für seinen Einsatz. Unter seiner Führung habe sich die Grenze „vom Chaos zur sichersten Grenze aller Zeiten“ entwickelt, erklärte Scott. Während Banks’ Amtszeit entsandte die US-Regierung vermehrt Grenzschutzbeamte in amerikanische Großstädte. Dort kam es durch aggressive Taktiken bei Festnahmen von mutmaßlichen Einwanderungsrechtsverletzern zu Konflikten mit Anwohnern. Banks selbst hielt sich bei diesen umstrittenen Einsätzen im Hintergrund.