Audimax » Politik » Nach Rücktritt des Vorgängers: Trump plant Ex-Polizisten als neuen ICE-Leiter

Nach Rücktritt des Vorgängers: Trump plant Ex-Polizisten als neuen ICE-Leiter

Nach Rücktritt des Vorgängers: Trump will früheren Polizisten zum ICE-Chef machen

Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, bekannt für ihre harten Abschiebeaktionen, erhält einen neuen Leiter. Präsident Trump schlägt einen früheren Polizisten für diese Position vor, der bislang in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist.

Donald Trump kündigte an, Lance Schroyer, einen ehemaligen Bundespolizisten aus Oklahoma und Marineinfanteristen mit langjähriger Erfahrung in der Festnahme schwerkrimineller Personen, zum neuen Direktor der umstrittenen ICE zu ernennen. Auf der Plattform Truth Social bezeichnete Trump Schroyer als einen patriotischen Kandidaten.

Nach Angaben des Senders CNN ist Schroyer in der amerikanischen Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Aktuell arbeitet er als Berater von Heimatschutzminister Markwayne Mullin und soll dessen Vorgänger Todd Lyons ablösen, der im Mai 2026, kurz nach dem Rücktritt der ehemaligen Ministerin Kristi Noem, von seinem Amt zurücktrat. Mullin lobte die Entscheidung und betonte, Schroyer werde eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Trumps Politik spielen, indem er unreguläre Einwanderer identifiziert, festnimmt und abschiebt.

Obwohl die Nominierung Schroyers formell einer Bestätigung durch den Senat bedarf, wurden seit 2017 alle ICE-Direktoren nur kommissarisch eingesetzt. Mullin erklärte, dass seit Dezember 2014 kein ICE-Leiter mehr vom Senat bestätigt wurde. In seiner neuen Funktion wird Schroyer die Verantwortung für rund 22.000 Mitarbeiter und ein Milliardenbudget tragen.

Die ICE ist zum Symbol für Trumps aggressive Migrationspolitik während seiner zweiten Amtszeit geworden, die im Januar 2025 begann. Die Behörde führte in demokratisch regierten Städten teils vermummte Razzien gegen Migranten durch, was landesweit zu heftigen Protesten führte. Besonders stark fiel die Kritik aus, als im Januar bei solchen Einsätzen in Minneapolis zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten verschiedener Behörden ums Leben kamen. In der Folge musste Ministerin Noem ihr Amt aufgeben.