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Mutmaßliche IS-Kämpfer in Schleswig-Holstein festgenommen: Von Terror zu Propaganda

Erst Terror, dann Propaganda: Mutmaßliche IS-Kämpfer in Schleswig-Holstein festgenommen

Zwei mutmaßliche IS-Angehörige, die inzwischen in Deutschland leben, wurden nahe Hamburg festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, aktiv Mitglied des Terrornetzwerks im Irak gewesen zu sein. Zudem sollen sie auch in Deutschland aktiv gewesen sein.

Die Bundesanwaltschaft ließ in Schleswig-Holstein zwei mutmaßliche IS-Kämpfer verhaften. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, sich spätestens 2014 im Irak der Terrororganisation angeschlossen und dort gekämpft zu haben. Beide Iraker befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Einem der Verdächtigen wird vorgeworfen, als Mitglied der Schariapolizei sowie als Kommandeur einer IS-Kampfeinheit tätig gewesen zu sein, so die höchste deutsche Strafverfolgungsbehörde. Dem anderen wird unter anderem zur Last gelegt, gemeinsam mit weiteren IS-Kämpfern eine staatliche Erdölraffinerie in Baidschi im Norden des Irak besetzt zu haben. Die Bundesanwaltschaft erhebt gegen ihn den Vorwurf eines Kriegsverbrechens gegen Eigentum. Zudem soll er ab Juli 2022 nach seiner Einreise nach Deutschland kontinuierlich IS-Propaganda veröffentlicht haben.

Die Festnahmen fanden am Mittwoch im Kreis Stormarn nahe Hamburg durch Beamte des Bundeskriminalamts statt. Noch am selben Tag wurden den Beschuldigten vom Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe die Haftbefehle eröffnet und Untersuchungshaft angeordnet.