Humanitärer Helfer starb bei israelischem Luftangriff: Bericht über getöteten Hamas-Gegner im Gazastreifen
Mohammed al-Wahidi, der laut seinem Sohn früher von der Hamas gefoltert wurde, setzte sich zuletzt als humanitärer Helfer dafür ein, dass die leidgeprüften Menschen im Gazastreifen die Fußball-WM verfolgen konnten. Bei einem israelischen Angriff kam er nun ums Leben.
Das israelische Militär tötete offenbar einen palästinensischen Helfer im Gazastreifen, der zuvor von der Hamas verfolgt worden war. In den Wochen vor seiner Tötung organisierte er als Mitglied des „Egyptian Committee“ Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-WM in der stark zerstörten Küstenregion. Laut der „New York Times“ starb der 65-jährige Mohammed al-Wahidi am Dienstag bei einem israelischen Luftangriff.
Das israelische Militär gab an, bei dem Angriff einen Hamas-Kämpfer getroffen zu haben, nannte jedoch weder den Namen noch bestätigte es, ob die Person getötet wurde. Der Sohn des Opfers berichtete der Zeitung zufolge, sein Vater sei in einem Auto auf dem Weg zu einem Freund gewesen, um gemeinsam das WM-Spiel zwischen Argentinien und Ägypten zu sehen, als der Angriff erfolgte.
Fawaz al-Wahidi, 22 Jahre alt, erklärte gegenüber der „New York Times“, die Nachricht vom Tod seines Vaters habe ihn tief erschüttert. „Er war ein großartiger Mensch.“ Sein Vater habe sich stets für Frieden mit den Israelis eingesetzt, früher in Israel gearbeitet und als Lehrer für die von westlichen Staaten unterstützte Palästinensische Autonomiebehörde tätig gewesen, die seit 2007 Teile des Westjordanlands verwaltet, nachdem die Hamas aus dem Gazastreifen vertrieben wurde.
Der Sohn berichtete zudem, dass die militante Hamas seinen Vater wegen seiner kritischen Haltung gegenüber der Gruppe am 7. Oktober 2023 festnahm und folterte. „Er wurde von ihnen verfolgt“, sagte er über die Hamas.
Mohammed Mansour, Sprecher des „Egyptian Committee“, erklärte, dass Mohammed al-Wahidi die Beziehungen der Organisation zu lokalen Führungspersonen pflegte und mit ihnen zusammenarbeitete, um die sichere Anlieferung von Hilfsgütern nach Gaza zu gewährleisten. Dort hat der seit zwei Jahren andauernde Krieg das Gebiet verwüstet und Hunderttausende Menschen in Zeltlager vertrieben.
Fawaz al-Wahidi betonte, er wünsche nicht, dass der Tod seines Vaters als Vorwand für weitere Gewalt genutzt werde. „Was wir brauchen, ist Frieden. Möge Gott meinem Vater gnädig sein.“