Hafenstadt im Fokus: USA intensivieren Angriffe – Iran spricht von „Aggression“
Die US-Streitkräfte setzen ihre Angriffswellen gegen den Iran ohne Unterbrechung fort. Berichte aus den Medien sprechen von Angriffen auf eine Insel sowie eine Hafenstadt. Eine diplomatische Einigung scheint momentan nicht in Sicht. Dennoch soll es einen „intensiven Austausch“ geben.
Das Regionalkommando Centcom bestätigte neue Militärschläge auf iranischem Gebiet. Die „aktuelle Angriffswelle gegen den Iran“ begann am Donnerstagnachmittag um 14 Uhr (21:30 Uhr Ortszeit im Iran), teilte Centcom via X mit. Ziel sei es, „die militärischen Kapazitäten Irans weiter zu schwächen“. Es handelt sich bereits um die sechste Nacht in Folge mit US-Angriffen. Weitere Details wurden nicht veröffentlicht.
Iranische Medien berichteten zuvor von US-Angriffen in der Region um die iranische Golfinsel Keschm nahe der Straße von Hormus. Das iranische Staatsfernsehen meldete außerdem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas an der Meerenge Ziel der „Aggression des amerikanischen Feindes“ geworden sei.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat zuletzt wieder an Schärfe gewonnen. Der Iran drohte am Donnerstag mit verheerenden Vergeltungsmaßnahmen gegen die Infrastruktur benachbarter Staaten, falls die USA Angriffe auf iranische Kraftwerke und Brücken starten sollten.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag mit einer weiteren Eskalation der Angriffe auf den Iran gedroht, sollte eine Verhandlungslösung bezüglich eines Kriegsendes und der Nutzung der Straße von Hormus scheitern. Aufgrund der angespannten Lage liegen die Gespräche momentan auf Eis.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, dass Teheran weiterhin an einem Abkommen mit Washington interessiert sei. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Leavitt in Washington. Die anhaltenden US-Militärangriffe begründete sie mit dem Verhalten der iranischen Führung. Präsident Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife.