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Chinas Staatschef Xi reist erstmals seit 2019 nach Nordkorea – Besuch von Drohgebärden überschattet

Überschattet von Drohgebärden: Chinas Staatschef Xi reist erstmals seit 2019 nach Nordkorea

Nächste Woche steht ein Besuch von Xi Jinping im international isolierten Nordkorea an. Vor wenigen Tagen hatte der dortige Machthaber Kim Jong Un einen „exponentiellen“ Ausbau des Atomwaffenarsenals gefordert. Fachleute sehen in der Reise Pekings Versuch, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Nach mehreren Jahren wird Chinas Staatschef Xi Jinping Anfang nächster Woche das weitgehend isolierte Nachbarland Nordkorea aufsuchen. Staatsmedien beider Länder bestätigten, dass der Besuch für Montag und Dienstag angesetzt ist. Es handelt sich um Xis erste Reise nach Nordkorea seit fast sieben Jahren. Details zu den Gesprächsthemen wurden im Vorfeld nicht veröffentlicht.

Die Reise wird von neuen nuklearen Drohungen überschattet: Noch in dieser Woche hatte Nordkoreas Führer Kim Jong Un bei der Besichtigung einer neuen Anlage zur Herstellung von Nuklearmaterial einen „exponentiellen“ Ausbau des Atomwaffenarsenals gefordert.

Nordkorea und China pflegen enge politische Beziehungen. Formal besteht sogar eine militärische Beistandserklärung – die einzige, die China mit einem anderen Staat unterhalten. Während der Corona-Pandemie kam der bilaterale Austausch nahezu zum Erliegen. In der Folge intensivierte Kim die Beziehungen zu Moskau. Experten zufolge möchte China mit dem Besuch auch dem zunehmenden russischen Einfluss in Nordkorea entgegenwirken.

Im September des vergangenen Jahres hatte der chinesische Staatschef Kim in Peking mit großem Empfang geehrt: Nordkoreas Machthaber und Kremlchef Wladimir Putin waren Ehrengäste bei einer pompösen Militärparade zum 80. Jahrestag der Kapitulation Japans und dem Ende des Zweiten Weltkriegs.