Anhaltende Angriffe auf die Krim – mehrere Kampfflugzeuge zerstört?
Im Rahmen einer 40-tägigen Offensive versucht die Ukraine, Russland mit heftigen Angriffen auf die Krim zum Friedensschluss zu bewegen. Nach nur einer Woche sollen bereits mehrere erfolgreiche Angriffe auf Kampfflugzeuge erfolgt sein. Zudem gerät die Infrastruktur vermehrt unter Drohnenbeschuss.
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst (SBU) berichtete, dass innerhalb dieser Woche zum zweiten Mal Ziele auf dem Flugplatz Saky auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim getroffen wurden. Dabei seien sieben Hangars mit Jagdflugzeugen und Bombern der Typen Su-30SM, Su-30 und Su-24 zerstört oder beschädigt worden, so der SBU. Eine unabhängige Verifizierung der Angaben ist bislang nicht möglich, ebenso wenig ist das Ausmaß der Schäden klar.
Außerdem gab die Ukraine an, zwei Hangars auf dem Flugplatz Hwardijske angegriffen zu haben, in denen Shahed-Drohnen und weitere Ausrüstung gelagert waren. Von den Flugplätzen Saky und Hwardijske starten regelmäßig Flugzeuge, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet durchführen und die russischen Truppen unterstützen, erklärte der SBU in einer Stellungnahme.
„Wir werden den Druck auf den Gegner sowohl an der Front als auch tief im Hinterland weiter erhöhen und dem Feind die Möglichkeiten entziehen, den Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen“, erklärte Jewhen Chmara, Leiter des SBU. Die Angriffe sind Teil der vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einer Woche angekündigten 40-tägigen Geheimdienstaktion mit dem Ziel, „Russland zum Frieden zu zwingen“.
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst war bereits im vergangenen Sommer maßgeblich an spektakulären Angriffen auf russische Flugplätze beteiligt. Damals sollen bis zu 41 Flugzeuge der Luftwaffe des Kreml beschädigt worden sein. Auf Videos waren mehrere Drohneneinschläge dokumentiert:
Gezielte Angriffe auf Infrastruktur der Krim
Auch die ukrainische Drohneneinheit „Vögel von Magyar“ meldete in der Nacht zu Freitag verschiedene erfolgreiche Angriffe auf die Krim. Dabei seien ein Flugabwehrsystem vom Typ Tor-M2 sowie zehn Umspannwerke und eine Gasverdichterstation getroffen worden.
Die Krim steht seit Wochen unter massivem ukrainischem Luftdruck. Militärfahrzeuge und Lastwagen auf den Straßen zur besetzten Halbinsel werden verstärkt von Drohnen attackiert. Zudem wurden mehrere wichtige Brücken zerstört. Auf der Halbinsel herrscht ein erheblicher Kraftstoffmangel. In jüngster Zeit gibt es verstärkte Spekulationen über mögliche großangelegte Evakuierungen.