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AfD erringt erstmals Bürgermeisteramt in Brandenburg mit 58,4 % der Stimmen

Mit 58,4 Prozent der Stimmen: AfD gewinnt erstmals bei Bürgermeisterwahl in Brandenburg

In Zehdenick, Brandenburg, hat der AfD-Kandidat René Stadtkewitz mit einem deutlichen Stimmenanteil von 58,4 Prozent das Bürgermeisteramt erobert. Für die AfD ist dies der erste Triumph bei einer Bürgermeisterwahl in diesem Bundesland.

Erstmals wurde ein AfD-Vertreter zum hauptamtlichen Bürgermeister einer brandenburgischen Stadt gewählt. Bei der Neuwahl in Zehdenick, nördlich von Berlin gelegen, setzte sich René Stadtkewitz mit 58,4 Prozent der Stimmen klar durch.

Damit ist Stadtkewitz der erste direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister der AfD in Brandenburg. Zwar gab es mit Arne Raue bereits einen hauptamtlichen Bürgermeister mit AfD-Parteizugehörigkeit in Jüterbog – dieser war jedoch bei seinen Wahlerfolgen 2011 und 2019 parteiloser Einzelkandidat und trat erst 2024 der AfD bei. Im Jahr 2025 wechselte Raue in den Bundestag.

Die Konkurrenz bei der Bürgermeisterwahl erhielt deutlich weniger Stimmen: Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen erreichte 28,6 Prozent, der parteilose Einzelbewerber Wolf-Gernot Richardt 7,8 Prozent und Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts 5,2 Prozent.

Stadtkewitz war zuvor CDU-Abgeordneter in Berlin, verließ die Christdemokraten jedoch 2010. Er gründete die Partei Die Freiheit und führte diese bis 2013 als Bundesvorsitzender. Im Jahr 2024 trat er der AfD bei.

Der bisherige Bürgermeister von Zehdenick, Alexander Kretzschmar, wurde mit großer Mehrheit abgewählt. Hintergrund ist, dass der parteilose Kandidat im März des Vorjahres zwar die Stichwahl gegen Stadtkewitz gewann, aber bereits elf Tage nach seiner Amtseinführung krankheitsbedingt ausfiel und seitdem nicht mehr im Amt war. Die Amtsgeschäfte werden seitdem vom stellvertretenden Bürgermeister Marco Kalmutzke geführt.