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Staatsbedienstete beteiligt? EU-Agrarsubventionen in Griechenland missbraucht – 20 Festnahmen auf Kreta

Darunter Staatsbedienstete: EU um Argrasubventionen betrogen? 20 Festnahmen auf Kreta

In Griechenland soll ein krimineller Zusammenschluss EU-Agrarsubventionen im Wert von mehreren Millionen Euro erschlichen haben. Dabei sollen Buchhalter und Staatsbedienstete Landwirte angeleitet haben, bei den Flächenangaben zu betrügen.

Der Betrugsskandal um EU-Fördermittel weitet sich in Griechenland weiter aus. Auf Kreta wurden von der Polizei 20 Verdächtige festgenommen, wie die Behörden mitteilten. Damit konnte ein kriminelles Netzwerk zerschlagen werden, das sich durch manipulierte Förderanträge bereichert haben soll. Führende Mitglieder der Bande sollen zwei Buchhalter sowie Staatsbedienstete sein, die Bauern geholfen haben, mit falschen Angaben zu landwirtschaftlichen Flächen EU-Subventionen zu beantragen. Die illegalen Einnahmen des Netzwerks sollen sich seit 2019 auf über drei Millionen Euro summieren, so eine Polizeimitteilung.

Diese Festnahmen stellen den jüngsten Höhepunkt eines wachsenden Skandals dar, der die griechische Regierung in Athen erschüttert. Noch im letzten Monat wurde im Parlament die Immunität von 13 Abgeordneten der Regierungspartei Nea Dimokratia aufgehoben, um Ermittlungen wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug zu ermöglichen. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) untersucht bereits seit geraumer Zeit mutmaßliche Verstöße gegen die finanziellen Interessen der EU in Griechenland.

Missbrauch von Weideland?

Bereits im Vorjahr hatten europäische Ermittler zahlreiche griechische Viehzüchter beschuldigt, den Besitz von Weideland fingiert zu haben, um auf diese Weise Millionen an EU-Subventionen zu erhalten. Dabei sollen sie Unterstützung von Staatsbediensteten und konservativen Politikern bekommen haben.

Der Skandal hat in Griechenland starke Reaktionen ausgelöst, darunter erfolglose parlamentarische Untersuchungen, Rücktritte von Ministern sowie Forderungen der Opposition nach vorgezogenen Neuwahlen. Die nächste reguläre Parlamentswahl ist für das Frühjahr 2027 geplant.