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Tiefe überzeugt: Thunder gelingt starke Reaktion mit Sieg in Spiel 2 gegen Spurs

Thunder glänzen mit Tiefe im wichtigen Spiel 2-Sieg gegen Spurs

Nach ihrer ersten Niederlage in der Postseason, einer dramatischen Doppel-Overtime-Pleite gegen die San Antonio Spurs im ersten Spiel der Western Conference Finals, stand der Oklahoma City Thunder enormer Druck bevor, sich eindrucksvoll zurückzumelden.

Dieser Aufforderung kamen sie mit einem 122:113-Sieg im zweiten Spiel am Mittwochabend nach und glichen die Serie damit auf 1:1 aus. Während Victor Wembanyamas historisches Spiel 1 für die Ewigkeit war, setzte der Thunder auf seine Tiefe, um auf die Widrigkeiten zu reagieren und allen zu zeigen, warum sie die Titelverteidiger sind.

Die Tiefe des Thunder beeindruckt im Spiel 2 gegen die Spurs

Vor Spiel 2 lag viel Augenmerk darauf, wie der zweifache MVP Shai Gilgeous-Alexander auf seine untypische Leistung im ersten Spiel reagieren würde. Trotz der Niederlage erzielte er 24 Punkte und 12 Assists, doch es lief nicht so mühelos für ihn.

Am Mittwoch präsentierte er sich deutlich stärker und erzielte teamintern mit 30 Punkten (12 von 24 Feldwürfen) sowie neun Assists. Sein Schritt-zurück-Midrange-Wurf weniger als eine Minute vor Schluss baute die Führung Oklahomas auf sieben Punkte aus und beseitigte jegliche Zweifel an der Reaktion im zweiten Spiel.

Eine solche Aktion erwartet man von einem Spieler, der gerade zum zweiten Mal in Folge den MVP-Titel errungen hat. Doch nicht nur Gilgeous-Alexander stemmte die Last für den Thunder.

Während Chet Holmgren mit 13 Punkten (5 von 10 Feldwürfen) vergleichsweise zurückhaltend war, meldete sich Isaiah Hartenstein mit 10 Punkten (4 von 8 Würfen) und 13 Rebounds in 27 Minuten stark zurück, nachdem er im ersten Spiel in 12 Minuten nur zwei Punkte erzielt hatte.

Von der Bank aus setzte Alex Caruso nach seinem 31-Punkte-Spiel 1 mit 17 Punkten (5 von 7 Würfen) nach, während Cason Wallace und Jared McCain jeweils 12 Punkte beitrugen. Ajay Mitchell steuerte zudem 10 Punkte bei und versenkte diesen wichtigen Dreier, der Oklahoma City acht Minuten vor Schluss mit acht Punkten in Führung brachte.

Insgesamt übertrafen die Reservisten des Thunder die Spurs mit 57 zu 25 Punkten und demonstrierten damit eindrucksvoll die Tiefe ihres Kaders – gerade in einer Phase, in der ein Sieg gegen die Spurs, die ihnen während der Saison oft Probleme bereitet hatten, dringend nötig war.

Obwohl Jalen Williams das Spiel wegen einer Verspannung in der linken Oberschenkelrückseite vorzeitig verlassen musste, verfügte der Thunder über ausreichend Tiefe, um seinen Ausfall zu kompensieren. Zum Hintergrund: Williams war erst am Montag nach einer Grad-1-Verletzung im linken Oberschenkel zurückgekehrt und hatte mit 26 Punkten gezeigt, dass er nichts von seiner Form eingebüßt hatte.

Williams’ Gesundheitszustand bleibt entscheidend für den weiteren Verlauf der Serie, doch auch die Spurs haben mit Verletzungen zu kämpfen. De’Aaron Fox verpasste bereits sein zweites Spiel in Folge wegen einer Verstauchung am rechten oberen Sprunggelenk, und Rookie Dylan Harper zog sich im dritten Viertel eine Verletzung am rechten Oberschenkel zu.

Wembanyama erzielte zwar weiterhin 21 Punkte und 17 Rebounds, doch der Thunder zwang ihn zu vier Ballverlusten und verhinderte, dass er das Spiel so dominierte wie am Montag. Insgesamt erzwangen sie 21 Ballverluste bei den Spurs, darunter neun von Stephon Castle.

Am Ende ist es die Tiefe dieses Thunder-Teams und ihre Fähigkeit, auf alle Herausforderungen der Spurs zu reagieren. San Antonio ist nicht in Bestbesetzung, doch es bedurfte aller Kräfte von Wembanyama, um Spiel 1 für sich zu entscheiden.

Einige bevorstehende Auswärtsspiele in San Antonio werden für den Thunder eine Herausforderung darstellen. Doch wenn die Bank weiterhin verlässlich punktet und die Tiefe des Kaders zum Tragen kommt, wird es für die Spurs eine große Aufgabe sein, die Titelverteidiger erneut zu schlagen.