Masai Ujiri prägt die Mavericks durch die Entlassung von Jason Kidd entscheidend
Vor zwei Wochen ließ der neue Präsident der Dallas Mavericks, Masai Ujiri, offen, ob er Jason Kidd als Cheftrainer behalten würde. Am Dienstag entließ Ujiri Kidd nach fünf Spielzeiten.
Kidd führte die Mavericks 2024 bis in die NBA-Finals und erreichte 2022 das Western Conference Finale. Nach zwei verletzungsgeprägten Jahren ohne Playoff-Teilnahme wird Ujiri nun mit einem von ihm bevorzugten Trainer weitermachen.
Masai Ujiri steht vor tiefgreifenden Veränderungen bei den Dallas Mavericks
Shams Charania berichtete, dass Kidd noch vier Jahre und über 40 Millionen Dollar Vertrag hat. Die Mavericks hatten Kidd mehrfach verlängert, als andere NBA-Teams Interesse am Hall of Fame Point Guard zeigten.
Jetzt sind sie bereit, einen erheblichen Gehaltsverlust in Kauf zu nehmen, damit Ujiri einen neuen Trainer bestimmen kann.
Ujiri gilt nicht nur als einer der angesehensten NBA-Manager, der 2019 mit den Toronto Raptors einen Titel gewann, sondern auch als Macher großer Veränderungen. Als General Manager der Denver Nuggets arrangierte er den Trade, der Carmelo Anthony zu den New York Knicks schickte und zu einer 57-Siege Saison 2012-13 führte. Mit den Raptors tauschte er Franchise-Ikone DeMar DeRozan gegen Kawhi Leonard vor der Meisterschaftssaison ein.
Bemerkenswert ist, dass Ujiri im selben Sommer wie der Leonard-Trade den Raptors-Trainer Dwane Casey durch Nick Nurse ersetzte, obwohl Casey gerade zum Trainer des Jahres gekürt worden war.
Jason Kidd – ein Überbleibsel aus der Luka Doncic-Ära
Die Mavericks leiteten ihren eigenen Umbruch ein, als sie Luka Doncic Anfang 2024 in einem katastrophalen Trade zu den Los Angeles Lakers für Anthony Davis abgaben. Anschließend sicherten sie sich den ersten Pick im NBA-Draft 2024 und verpflichteten das Ausnahmetalent Cooper Flagg, der bei Saisonbeginn erst 19 Jahre alt sein wird.
Nach monatelangen Protesten und dem Ruf „Fire Nico!“ entließen die Mavericks General Manager Nico Harrison. Davis wurde am Trade Deadline in einem Gehaltsexport zu den Washington Wizards abgegeben. Jetzt ist auch der Cheftrainer Geschichte – ein deutliches Zeichen, dass Ujiri und die Mavericks bereit sind, sich von allen Akteuren der Luka-Ära zu trennen.
Es wäre keine Überraschung, wenn Ujiri viele der Veteranen, die ideal waren, um neben Doncic um den Titel zu kämpfen, aber zeitlich nicht zu Flagg passen, abgeben würde. Spieler wie PJ Washington, Klay Thompson, Naji Marshall und Daniel Gafford könnten in der kommenden Saison andere Trikots tragen. Selbst Kyrie Irving, 14 Jahre älter als Flagg, könnte noch wechseln.
Es ist eindeutig: Die Mavericks sind jetzt Flagg’s Team. Nach der großen Entscheidung am Dienstag steht auch fest, dass Ujiri die uneingeschränkte Führung übernommen hat.