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Zunahme von Gewalt und Beleidigungen gegen Politiker nimmt drastisch zu

Gewalt- und Äußerungsdelikte: Attacken gegen Politiker schnellen in die Höhe

Angriffe auf Politikerinnen und Politiker nehmen sowohl verbal als auch körperlich deutlich zu. Während in den vergangenen Jahren besonders die Grünen betroffen waren, gerät jetzt eine andere Partei vermehrt ins Zentrum der Angriffe.

Im letzten Jahr ist die Anzahl der Attacken auf Parteimitglieder deutlich angestiegen. Während in den Vorjahren vor allem Mitglieder der Grünen Zielscheibe waren, verzeichnete man 2025 besonders häufig Angriffe auf Politiker und Mitglieder der AfD. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion hervor.

Die Polizei meldete im vergangenen Jahr bundesweit 5140 Straftaten gegen Vertreter oder Mitglieder politischer Parteien. Im Jahr 2024 lag die Zahl der politisch motivierten Straftaten bei 3690, 2023 waren es 2790 Angriffe auf Parteimitglieder.

Mit 1852 Fällen war die AfD im letzten Jahr besonders stark betroffen. Die Polizei ordnete die meisten dieser Straftaten dem linken Spektrum zu. Zudem stieg die Zahl der Straftaten gegen die CDU 2025 erheblich an: Von rund 420 im Jahr 2024 auf 1171 im vergangenen Jahr. Die CSU war mit 168 Delikten betroffen.

Hohe Zahl an Äußerungsdelikten

Mitglieder und Politiker der Grünen wurden im vergangenen Jahr 1005 Mal Ziel von Angriffen – etwas weniger als in den beiden Vorjahren, als die Partei noch Teil der Ampel-Koalition auf Bundesebene war. Damals waren Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen mit etwa 1200 Angriffen häufiger betroffen als andere Parteien.

Äußerungsdelikte, zu denen Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung zählen, kommen noch häufiger vor als körperliche Angriffe. 2025 wurden der Polizei 1289 solcher Delikte gegen Parteimitglieder gemeldet, während 193 Gewaltdelikte registriert wurden. Gegen die AfD richteten sich 121 Gewalttaten. Der AfD-Innenpolitiker Martin Hess kommentiert: „Wer AfD und ihre Wähler ständig diffamiert, delegitimiert und moralisch entrechtet, darf sich nicht wundern, wenn Demokratiefeinde daraus vermeintliche Rechtfertigungen für Gewalt ableiten.“