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Spurs gegen Thunder: Fünf entscheidende Faktoren vor dem Western Conference Finale

Spurs vs Thunder Vorschau: Fünf Schlüsselfaktoren im Western Conference Finale

Mit Verlaub an die Los Angeles Lakers und Minnesota Timberwolves: Das ist die Serie, auf die wir die ganze Saison gewartet haben.

Am Freitag besiegten die San Antonio Spurs die Timberwolves mit 139-109 und beendeten die Western Conference Halbfinalserie in sechs Spielen. Nun wartet ein episches Conference-Finale gegen die Oklahoma City Thunder, die in der zweiten Runde die Lakers sweepen konnten.

Die Thunder (64-18, Erster der Western Conference) und Spurs (62-20, Zweiter der Western Conference) waren während der gesamten regulären Saison die beiden besten Teams im Westen und zeigen auch in den Playoffs Dominanz. Oklahoma City ist in den Playoffs ungeschlagen mit 8-0, wobei ihr knappster Sieg ein Fünf-Punkte-Vorsprung im entscheidenden Spiel der zweiten Runde am Montag gegen Los Angeles war.

San Antonio ist ebenfalls nahe an Perfektion, mit einer Bilanz von 8-3, wobei die drei Niederlagen zusammen nur zehn Punkte Unterschied ausmachten. Die Siege der Spurs fielen durchschnittlich mit 21,1 Punkten Differenz aus.

Was geschieht, wenn zwei unaufhaltsame Kräfte aufeinandertreffen? Wir sind gespannt. Vor dem Beginn des Western Conference Finals am Montag hier fünf Aspekte, die wir im Duell der Titanen besonders im Blick behalten werden.

Rost bei den Thunder?

Oklahoma Citys Belohnung für das Durchmarschieren durch die NBA-Viertelfinals war eine Woche Pause – ob das ein Vorteil ist, bleibt abzuwarten. In Runde 2, die acht Tage nach dem Ausscheiden der Phoenix Suns begann, hatte die Pause keine negativen Auswirkungen. Oklahoma City gewann das erste Spiel gegen die Lakers mühelos und traf in der ersten Halbzeit 53,5 Prozent seiner Würfe, darunter 7 von 13 Dreiern.

San Antonio, das in der regulären Saison 4-1 gegen Oklahoma City gewann, stellt jedoch eine ganz andere Herausforderung dar. Während die Thunder zuhause pausierten, bauten die Spurs Momentum auf und gewannen die letzten beiden Spiele der zweiten Runde gegen die Timberwolves mit insgesamt 59 Punkten Vorsprung.

Die Rückkehr von Jalen Williams

Obwohl eine Woche Pause auch Nachteile haben kann, profitiert Oklahoma City von der Rückkehr eines gesunden Jalen Williams, der seit Spiel 2 der ersten Runde wegen einer Oberschenkelverletzung pausierte. Dass die Thunder bisher ohne ihn auskamen, spricht für die Tiefe des Teams – besonders Ajay Mitchell, ein Zweitjahres-Guard, der in der vergangenen Saison kaum Spielzeit hatte, blühte in seiner erweiterten Rolle auf. Wie schnell Williams wieder integriert wird, könnte entscheidend dafür sein, welches Team ins NBA-Finale einzieht.

Der Erstrunden-Pick von 2022 erzielte im Schnitt 16,5 Punkte pro Spiel gegen die Spurs in der regulären Saison (vier Spiele). In drei Niederlagen traf Williams nur 38,3 Prozent, im Thunder-Sieg mit 119-98 waren es 60 Prozent. Headcoach Mark Daigneault wird möglicherweise nicht lange warten können, bis Williams seinen Rhythmus findet. Der All-Star von 2025 muss sofort Wirkung zeigen, sonst muss Daigneault auf die Gruppe setzen, die das Team bisher so weit gebracht hat.

SGA und seine Freiwurfversuche

Zum dritten Mal in Folge führte Gilgeous-Alexander die Liga bei Freiwürfen an und traf durchschnittlich 7,9 pro Spiel. Die Fähigkeit des MVP-Kandidaten von 2025, Fouls zu ziehen, ist für Gegner sowohl frustrierend als auch spielentscheidend – das wissen auch die Spurs aus eigener Erfahrung. Kein Zufall, dass Oklahoma Citys 21-Punkte-Kantersieg gegen San Antonio in der regulären Saison mit häufigen Freiwurfbesuchen von Gilgeous-Alexander einherging: Er traf 11 von 13 Versuchen. In drei Niederlagen versuchte er nur 17 Freiwürfe, obwohl 47 seiner 64 Würfe innerhalb des Bogens lagen. Die Spurs müssen dieselbe disziplinierte Verteidigung spielen, um diese Ergebnisse zu wiederholen.

Sind die jungen Spurs bereit für das große Duell?

So reif San Antonio und MVP-Finalist Victor Wembanyama in diesen Playoffs aufgetreten sind, darf man nicht vergessen, dass das Team – abgesehen von Backup-Forward Harrison Barnes und Center Luke Kornet – wenig Playoff-Erfahrung besitzt. Noch vor einem Jahr waren die Spurs mit 34-48 und Platz 13 im Westen weit von den Playoffs entfernt. Normalerweise erfolgt der Aufstieg zum Titelanwärter schrittweise, doch San Antonio will diesen Prozess beschleunigen.

Auch Oklahoma City benötigte einige Jahre mit seinem Kern, um sich zu etablieren: 2023 erreichten sie das Play-in-Turnier, 2024 verloren sie im Halbfinale des Westens, bevor sie 2025 den Titel holten. Es klingt fast paradox, die Thunder als erfahren zu bezeichnen, doch im Vergleich zu den Spurs trifft das zu – ein möglicher entscheidender Faktor.

Dominanz im Bereich unter dem Korb

In San Antonios einziger Niederlage gegen Oklahoma City in der regulären Saison lag die Trefferquote am Korb bei lediglich 48 Prozent, laut Dunks and Threes. In den vier Siegen trafen die Spurs dort 73 Prozent (81 von 111 Würfen).

Die Thunder verfügen mit Power Forward Chet Holmgren über einen erstklassigen Rim-Protector, der in den Playoffs im Schnitt 1,8 Blocks pro Spiel verzeichnet. Center Isaiah Hartenstein (2,13 m) konnte ebenfalls mehrere Spiele mit mehreren Blocks vorweisen.

Laut Cleaning The Glass versuchen die Spurs in den Playoffs am dritthäufigsten Würfe am Korb und treffen dabei 68,7 Prozent – Platz acht in der Liga. Die Thunder erzielen 76,2 Prozent ihrer Körbe am Korb (drittbeste Quote), doch machen diese Würfe nur 27,5 Prozent ihres Wurfprofils aus.

San Antonio verteidigt in Korbnähe äußerst konsequent und lässt Gegner nur 55,5 Prozent Trefferquote zu – Liga-Bestwert. Oklahoma Citys Verteidigung liegt mit 61,1 Prozent auf Rang drei. Welches Team sich hier durchsetzt, ist auf dem besten Weg, sich vier Siege vom NBA-Titel 2026 zu sichern.