Gesetzesentwurf zu legalem Zugriff könnte zum Rückzug aus Kanada führen, warnt großer VPN-Anbieter
Der Anbieter des virtuellen privaten Netzwerks NordVPN erwägt, sich aufgrund des geplanten Gesetzes zum legalen Zugriff aus Kanada zurückzuziehen.
NordVPN überprüft derzeit den Gesetzesentwurf und würde einen Rückzug aus Kanada in Betracht ziehen, falls das Gesetz das Unternehmen zwingt, seine Datenschutzstandards zu beeinträchtigen.
Anfang dieser Woche berichtete The Globe and Mail, dass auch der verschlüsselte Messenger-Dienst Signal angekündigt hat, Kanada zu verlassen, falls das Gesetz die Nutzerprivatsphäre einschränken sollte.
Diese Stellungnahmen von Signal folgen auf Warnungen großer Technologiekonzerne wie Apple und Meta, die befürchten, das Gesetz könnte ihre Verschlüsselungstechnologien gefährden.
Der Gesetzesentwurf stößt außerdem auf starken Widerstand von Bürgerrechtsorganisationen und Rechtswissenschaftlern, die darin eine erhebliche Bedrohung für die Privatsphäre sehen.
Die Regierung betont hingegen, dass das Gesetz den Strafverfolgungsbehörden die erforderlichen rechtlichen Mittel bieten soll, um moderne Verbrechen zu verhindern, zu untersuchen und darauf zu reagieren – und dabei die Rechte der Kanadier im Einklang mit der Verfassung zu schützen.