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Carney und Smith stehen kurz vor Unterzeichnung eines Energiekooperationsabkommens in Alberta

Carney und Smith unterzeichnen bald Energiekooperationsabkommen in Alberta

Premierminister Mark Carney wird am Freitag in Calgary erwartet, wo er sich mit der Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, trifft, um die Bühne für eine gemeinsame Ankündigung zu einem Energieabkommen zu bereiten.

Carney und Smith werden am Freitagmorgen an einer Unterzeichnungszeremonie für ein Umsetzungsabkommen teilnehmen, das die Energiekooperation stärken und eine wettbewerbsfähigere, nachhaltigere Wirtschaft fördern soll. Anschließend wird Carney mit gewerkschaftlich organisierten Facharbeitern zusammentreffen, teilte sein Büro mit.

Eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle informierte Global News diese Woche, dass die Bundesregierung und die Provinzregierung voraussichtlich den effektiven industriellen CO2-Preis in Alberta von derzeit 95 Dollar pro Tonne auf 100 Dollar im Jahr 2027 und bis 2040 auf 130 Dollar pro Tonne anheben werden. Global News nennt die Quelle nicht, da diese nicht autorisiert war, öffentlich zu sprechen.

Am Nachmittag werden Carney und Smith eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, die in diesem Artikel live übertragen wird.

Bereits im November unterzeichneten Carney und Smith eine Absichtserklärung, die den Grundstein für eine neue Pipeline von Alberta zur Küste von British Columbia legen soll.

Das zentrale Vorhaben der Absichtserklärung ist eine Bitumen-Pipeline von Alberta zur Westküste Kanadas, die täglich zusätzliche 300.000 bis 400.000 Barrel Öl für asiatische Märkte transportieren soll.

Die Absichtserklärung nennt keine genaue Trasse für die Pipeline, sieht aber vor, dass Alberta der Bundesregierung bis spätestens 1. Juli 2026 einen Vorschlag für das Projekt vorlegt.

Neben der Pipeline sieht die Absichtserklärung auch vor, Alberta von den kanadischen Clean Electricity Regulations auszunehmen. Diese Aussetzung der Vorschriften in der Provinz ist nicht an eine Genehmigung der Pipeline gebunden.

Die Clean Electricity Regulations, die ab 2035 in Kraft treten sollen, würden Emissionsgrenzen für fossile Stromerzeugung festlegen. Alberta kritisiert die Regelungen schon lange, da das Stromnetz der Provinz überwiegend mit Erdgas betrieben wird.

Die Absichtserklärung betont, dass Alberta das Ziel verfolgt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Dies soll durch eine neue Vereinbarung zur industriellen CO2-Bepreisung mit der Bundesregierung erreicht werden.

Darüber hinaus sind in der Absichtserklärung „mehrere ambitionierte Projekte im Bereich sauberer Energien“ enthalten, so Carneys Büro. Außerdem wird die industrielle CO2-Preisstrategie Albertas darauf abzielen, die Methanemissionen in den nächsten zehn Jahren um 75 Prozent zu senken.