Die größte Gefahr für Brasilien bei der WM 2026 könnte nicht von einem anderen Team ausgehen
In Brasilien steht alles still, wenn die Weltmeisterschaft beginnt. Für die brasilianischen Fans hat das größte Fußballturnier der Welt nicht nur kulturell, sondern auch emotional oberste Priorität. Jeder junge Spieler träumt davon, mindestens einmal die Seleção auf der großen internationalen Bühne zu vertreten.
Doch nicht allen wird diese Chance zuteil. Und manche werden von Verletzungen im denkbar ungünstigsten Moment ausgebremst.
Unter den Top-Favoriten für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada hat Brasilien den Verlust mehrerer unumstrittener Stammspieler am härtesten zu verkraften.
Drei brasilianische Stars fehlen bei der WM 2026
Die Real-Madrid-Spieler Rodrygo und Éder Militão sowie Chelseas Nachwuchstalent Estêvão werden das Turnier verpassen. Alle drei hatten sich unter Carlo Ancelotti zu wichtigen Säulen entwickelt, der nun vor der großen Herausforderung steht, eine wettbewerbsfähige Mannschaft für das wichtigste Fußballereignis zusammenzustellen.
Der italienische Trainer hat bisher zehn Spiele geleitet, mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Während dieser Phase stand Estêvão in sieben Partien auf dem Platz und galt als eines der vielversprechenden Gesichter der nächsten brasilianischen Generation.
Leider wird eine Oberschenkelverletzung den Teenager daran hindern, im Kader zu stehen.
Brasiliens Ausfälle übertreffen die anderer Favoriten
Auch andere große Fußballnationen müssen auf wichtige Spieler verzichten, jedoch nicht in vergleichbarem Ausmaß.
Frankreich muss ohne Hugo Ekitike auskommen, Deutschland verliert Serge Gnabry. Beides sind schmerzhafte Rückschläge, doch keiner ist mit dem Verlust mehrerer zentraler Stammspieler Brasiliens wenige Wochen vor Turnierbeginn zu vergleichen.
Der amtierende Weltmeister Argentinien hat ebenfalls Rückschläge erlitten. Joaquín Panichelli, der in der französischen Ligue 1 bei Strasbourg eine starke Saison spielt, fällt ebenso aus wie Villarreal-Verteidiger Juan Foyth. Verletzungen verfolgen Foyth auch in seiner Nationalmannschaftskarriere, sodass er nach der WM 2022 in Katar erneut nicht teilnehmen kann.
Auch Spanien und die USA haben Rückschläge hinzunehmen
Spanien muss den Ausfall von Samu verkraften. Der Stürmer von Porto hatte sich unter Luis de la Fuente zuletzt zum festen Bestandteil entwickelt und galt als vielversprechende Angriffsoption für die Zukunft der Nationalmannschaft.
Nun wird er nicht im WM-Kader von La Roja stehen.
Die USA trifft ebenfalls ein herber Verlust im Mittelfeld. Johnny Cardoso verletzte sich vor einigen Tagen im Training, wodurch Mauricio Pochettino nun auf einen erfahrenen Mittelfeldspieler auf höchstem Klubniveau verzichten muss.
Weniger als vier Wochen vor Turnierbeginn könnten weitere Verletzungen das Teilnehmerfeld noch verändern. Doch aktuell hat keine Nation schwerwiegendere Ausfälle zu beklagen als Brasilien.