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Als Anthony Edwards an seine Grenzen kam, zündete die Bank der Wolves den Turbo

Mit Edwards am Limit: Die Bank der Wolves übernimmt das Steuer

Gegen Ende des vierten Viertels im vierten Spiel verließ Anthony Edwards den Court und steuerte auf den Tunnel des Target Center zu. Die Spannung im Heimspiel stieg, und Edwards benötigte eine kurze Verschnaufpause – ganz buchstäblich.

Niemand konnte dem wichtigsten Spieler der Minnesota Timberwolves vorwerfen, dass er ein paar Momente mit einer Sauerstoffflasche brauchte. Neben seiner beeindruckenden 30-Punkte-Leistung mit einem großen Wurf nach dem anderen, wurde Edwards von der Verteidigung der San Antonio Spurs ständig eng bewacht und doppelt gedeckt.

Damit die Wolves nicht in ein 1-3-Rückstand gerieten, brauchte Edwards jede Unterstützung seiner Teamkollegen. Zum Glück lieferte die Bank genau das, was nötig war.

Zum Auftakt war Terrence Shannon Jr. in dieser Postseason eine wahre Frischluftquelle für Minneapolis. Shannon erzielt zwar nicht immer große Zahlen, doch seine Energie auf beiden Seiten des Spielfelds ermöglichte es den Wolves, das Momentum in dieser Serie zu übernehmen oder zu halten.

Wie konnte Shannon im Plus/Minus-Ranking ihres vierten Spiels nur hinter Julius Randle liegen? Ganz zu schweigen davon, dass er lediglich acht Punkte bei 3 von 12 Feldwürfen erzielte: Der junge Guard war überall auf dem Feld unterwegs, hetzte den Ballführern der Spurs hinterher und sprang sogar aus dem Spielfeld heraus, um Ballverluste zu verhindern.

Während Shannons jugendliche Energie ansteckend war, brachten seine erfahrenen Mitspieler auf der Wolves-Bank reichlich Playoff-Erfahrung mit. Haben Sie Naz Reids sehenswerten No-Look-Pass gesehen?

Bei vielen NBA-Teams wäre Reid das ganze Jahr über Starter. Doch es gibt einen Grund, warum der ehemalige Sixth Man of the Year weiterhin als verlässlicher Ersatz glänzt, wenn entweder Randle oder Rudy Gobert eine Pause einlegen. Am Sonntag nutzte Reid die frühe Disqualifikation von Victor Wembanyama voll aus, spielte exzellente Pässe aus der Low-Post-Position und zeigte dem 2,16 Meter großen Luke Kornet mit seinen Eins-gegen-Eins-Moves, wie man das Spiel beherrscht.

Und dann ist da noch Mike Conley Jr., der Spielmacher, für den Edwards sich rund um die Trade Deadline stark gemacht hatte. Conleys Saison 2025-26 verlief komplizierter als erwartet (von Minnesota getradet, von Chicago abgegeben, von Charlotte entlassen und schließlich von Minnesota zurückgeholt), doch in seiner 13. Playoff-Teilnahme bringt er den Wolves eine verlässliche Ballkontrolle.

Wo stünden die Wolves ohne Shannons Elan, Reids Vielseitigkeit und Conleys Spielintelligenz? Weder Randle noch Jaden McDaniels hatten ein herausragendes Spiel, und Edwards’ Brillanz reichte nur begrenzt. Doch egal: Drei tadellose Reservisten bewiesen, dass Minnesota noch viel Power im Tank hat.