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Mullahs fordern sofortiges Kriegsende: Trump bezeichnet Irans Friedensangebot als „völlig inakzeptabel“

Mullahs wollen Kriegsende sofort: Trump nennt Irans Friedensvorschlag "völlig inakzeptabel"

Als Antwort auf den US-Vorschlag einer Waffenruhe zur Aufnahme von Friedensgesprächen legt der Iran einen Forderungskatalog vor: Erst soll der Krieg beendet werden, danach will man verhandeln. US-Präsident Trump reagierte darauf mit deutlicher Ablehnung.

Donald Trump, Präsident der USA, hat den iranischen Vorschlag für Friedensverhandlungen zur Konfliktbeendigung abgelehnt. Er habe die Stellungnahme der sogenannten iranischen Vertreter gelesen und halte sie für „völlig inakzeptabel“, erklärte Trump am Abend auf seiner Plattform Truth Social, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Vorausgegangen war ein US-Vorschlag, die Kampfhandlungen einzustellen, bevor komplexere Themen wie das iranische Atomprogramm verhandelt werden.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, Teheran fordere als Gegenleistung ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon. Darüber hinaus verlangt der Iran die Aufhebung der US-Seeblockade, Garantien gegen weitere Angriffe sowie die Aufhebung von Sanktionen, darunter das US-Ölembargo gegen Iran. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ bot die iranische Führung an, einen Teil ihres hochangereicherten Urans zu verdünnen und den Rest in ein Drittland zu transferieren. Pakistan, das als Vermittler im Konflikt agiert, habe die iranische Antwort an die USA weitergeleitet.

Vor seiner Ablehnung der iranischen Stellungnahme schrieb Trump am Sonntag auf Truth Social: „Der Iran spielt seit 47 Jahren Spielchen mit den Vereinigten Staaten und der Welt (Verzögerung um Verzögerung!).“ Teheran „verspottet unser wieder starkes Land“, fügte er hinzu. „Das Lachen wird ihnen noch vergehen!“

London und Paris entsenden Kriegsschiffe

Trotz der angespannten diplomatischen Lage entspannte sich die Situation in der Straße von Hormus leicht: Der von QatarEnergy betriebene Tanker „Al Kharaitiyat“ passierte sicher in Richtung Pakistan. Es war das erste katarische Flüssigerdgas-Schiff, das die Meerenge seit Beginn des Krieges am 28. Februar, ausgelöst durch USA und Israel, durchquerte. Zudem fuhr ein unter panamaischer Flagge fahrender Frachter auf einer von iranischen Streitkräften ausgewiesenen Route durch die Wasserstraße. Die Sicherheitslage in der Region bleibt jedoch angespannt. Am Sonntag meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait den Abschuss oder das Eindringen von Drohnen in ihren Luftraum.

Trump steht unter steigendem Druck, den Konflikt zu beenden. Der Krieg verursacht eine weltweite Energiekrise und treibt die Benzinpreise in den USA in die Höhe – ein sensibles Thema für den Präsidenten wenige Monate vor den Kongresswahlen. Innenpolitisch versuchen die Demokraten, das Kriegsende über das Kriegsvollmachtsgesetz durchzusetzen. Außerdem wird Trumps Besuch in China für diese Woche erwartet. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betonte unterdessen, dass der Krieg noch nicht beendet sei. Es müsse weiterhin mehr getan werden, um das angereicherte Uran aus dem Iran zu entfernen und die Raketenfähigkeiten des Landes einzudämmen, sagte er dem Sender CBS. Diplomatie sei der beste Weg, militärische Maßnahmen schloss er aber nicht aus.

Auf internationaler Ebene formiert sich eine Initiative zum Schutz der Seewege. Großbritannien und Frankreich kündigten an, Kriegsschiffe in den Nahen Osten zu entsenden, um eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu gewährleisten, sobald sich die Lage beruhigt hat. Der stellvertretende iranische Außenminister Kasem Gharibabadi warnte, dass die Stationierung westlicher Kriegsschiffe unter dem Vorwand des Schutzes der Schifffahrt eine Eskalation darstelle und mit Gewalt beantwortet werde. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte daraufhin, dass Frankreich zwar bereit sei, einen internationalen Einsatz zu unterstützen, ein militärisches Vorgehen zur gewaltsamen Öffnung der Meerenge jedoch nie geplant gewesen sei.