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Netanjahu: Iran-Konflikt ist trotz Waffenruhe noch nicht beendet

"Gibt noch Anreicherungsanlagen": Für Netanjahu ist der Iran-Krieg noch nicht beendet

Obwohl eine Waffenruhe besteht, betrachtet Israels Premierminister den Konflikt mit dem Iran nicht als abgeschlossen. In einem Interview betonte Netanjahu die Notwendigkeit, die iranischen Atomanlagen abzubauen und angereichertes Uran zu entfernen. US-Präsident Trump teilt diese Einschätzung und sieht den Konflikt ebenfalls als ungelöst.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte in Auszügen eines Interviews mit dem US-Sender CBS, dass der Krieg gegen den Iran seiner Meinung nach weiterhin andauert. Zunächst müsse der iranische Vorrat an angereichertem Uran beseitigt werden. „Es existieren noch Anreicherungsanlagen, die abgebaut werden müssen“, ergänzte er.

Netanjahu unterstrich, dass noch „viel Arbeit“ zu leisten sei und die Kriegsziele noch nicht vollständig erreicht sind. Aktuell gilt eine fragile Waffenruhe in dem Konflikt, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann.

Auf die Frage, wie das Uran entfernt werden könne, antwortete Netanjahu: „Man geht hinein und holt es heraus.“ Ähnlich äußerte sich US-Präsident Donald Trump: „Ich werde keine militärischen Details nennen, aber der Präsident sagte mir: ‚Ich will dort eingreifen.'“

Auch Trump sieht die US-Militäraktionen gegen den Iran nicht als vollständig abgeschlossen an. In der heute ausgestrahlten Sendung „Full Measure“ widersprach er der Behauptung, die Kampfhandlungen seien endgültig vorbei. „Ich habe gesagt, dass sie besiegt sind, aber das bedeutet nicht, dass es vorbei ist“, erklärte er.

Noch Anfang Mai hatte die Trump-Regierung offiziell versucht, die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran für beendet zu erklären. In einem Brief an den US-Kongress hieß es, seit Beginn der Waffenruhe Anfang April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben. „Die am 28. Februar 2026 gestarteten Feindseligkeiten sind beendet.“ An diesem Tag hatten die USA die Operation „Gewaltiger Zorn“ eingeleitet. Auch Außenminister Marco Rubio bezeichnete den Militäreinsatz gegen den Iran als abgeschlossen.

Diese Auslegung des andauernden Konflikts ermöglicht es der US-Regierung, weiterhin ohne Parlamentszustimmung im Nahen Osten aktiv zu bleiben.