Iran prüft US-Vorschlag: Trump erwartet noch heute Antwort aus Teheran
US-Präsident Trump sieht einen möglichen Durchbruch in den Verhandlungen mit dem Iran unmittelbar bevorstehen. Er kündigte an, noch heute eine Antwort aus Teheran zu erhalten. Der US-Regierung liegt ein Memorandum vor, über das derzeit mit dem Mullah-Regime verhandelt wird.
Donald Trump gab an, dass er voraussichtlich noch am Freitagabend (Ortszeit) eine Rückmeldung des Iran zu dem jüngsten US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges bekomme. Vor dem Weißen Haus sagte Trump zu Reportern: „Ich soll heute Abend einen Brief erhalten, wir werden sehen, wie sich das entwickelt.“ Bereits zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass Washington für Freitag eine Antwort aus dem Iran erwarte. „Ich hoffe wirklich auf ein ernsthaftes Angebot“, äußerte Rubio bei einem Aufenthalt in Rom.
Die iranische Regierung bestätigte, dass sie einen neuen US-Verhandlungsvorschlag prüfe. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, betonte, dass Teheran seine Entscheidung dem Vermittler Pakistan nach Abschluss der Beratungen mitteilen werde.
Medienberichten zufolge wurde bisher ein einseitiges Memorandum aus Washington vorgelegt, das als Grundlage für weitere Verhandlungen über eine umfassende Friedenslösung dient. Trump stellte als Voraussetzung für eine Einigung den Verzicht Irans auf Atomwaffen heraus.
48-Stunden-Frist für eine Einigung
Dem Nachrichtenportal Axios zufolge sieht das Abkommen vor, dass sich der Iran zu einem Moratorium bei der Urananreicherung verpflichtet, während die USA im Gegenzug eingefrorene iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe freigeben. Trump habe dem Iran eine Frist von 48 Stunden gesetzt, um sich auf die Kernpunkte zu einigen.
In der Region gilt derzeit offiziell eine Waffenruhe. Dennoch wurden auch am Freitag erneut Kampfhandlungen registriert. Das US-Zentralkommando für die Golfregion (Centcom) berichtete, dass der Iran drei US-Kriegsschiffe angegriffen habe. Im Gegenzug warf das iranische Militär den USA vor, einen iranischen Tanker auf dem Weg zur Straße von Hormus ins Visier genommen und dabei zivile Gebiete beschossen zu haben.
Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran am 28. Februar mit Luftangriffen begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region. Dabei wurde insbesondere die Energieinfrastruktur stark beschädigt.