Ottawa plant Erleichterungen beim Austausch persönlicher Daten innerhalb der Regierung
Die liberale Regierung plant, den Austausch und die Wiederverwendung persönlicher Daten von Kanadiern zwischen Bundesbehörden im Rahmen einer umfassenden Überarbeitung des Datenschutzgesetzes zu erleichtern.
Das Gesetz regelt, wie Bundesbehörden persönliche Informationen sammeln, verwenden und weitergeben, und gibt den Bürgern das Recht, die gespeicherten Daten einzusehen und zu korrigieren.
In einem neuen Positionspapier schlägt die Regierung vor, dass Bundesbehörden persönliche Daten untereinander sowie mit ihren Partnern auf Provinz-, Territorial- oder Kommunalebene ohne Einwilligung teilen und wiederverwenden dürfen, sofern dies zur Verbesserung von Dienstleistungen oder Programmen dient.
Das Papier empfiehlt zudem, den Datenschutz als Grundrecht anzuerkennen und eine Bewertungspflicht einzuführen, wenn ein Bundesprogramm persönliche Daten zur Entscheidungsfindung über eine Person nutzt.
Das Datenschutzgesetz wurde seit seinem Inkrafttreten im Jahr 1983 kaum grundlegend geändert.
Die Regierung bittet um Kommentare und Rückmeldungen zu den vorgeschlagenen Richtlinien über ein Online-Formular bis zum 10. Juli.