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Schneider: Umwelt auf neue Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten – Chance nutzen

"Wir haben noch die Chance": Schneider: Müssen Umwelt auf "neue Realität" vorbereiten

Der Klimawandel gefährdet nicht nur unsere Wälder, sondern auch das Leben der Menschen. Umweltminister Carsten Schneider fordert deshalb einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Wasser und die Umgestaltung unserer Wälder.

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Süd- und Westeuropa appelliert der Bundesumweltminister dringend, den Klimaschutz deutlich zu intensivieren. „Der Klimawandel ist längst schmerzliche Wirklichkeit und trifft Europa besonders hart“, erklärte der SPD-Politiker in Berlin.

Derzeit sei es wichtig, Brandbekämpfung, Soforthilfen und europaweite Solidarität zu organisieren. „Gleichzeitig müssen wir den gefährlichen Klimawandel stoppen, damit Hitze, Trockenheit und Waldbrände nicht weiter zunehmen“, unterstrich Schneider. „Der Ausbau erneuerbarer Energien und weiterer Klimaschutzmaßnahmen muss jetzt höchste Priorität erhalten und darf nicht gebremst werden.“ Dies sei nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch notwendig zum Schutz von Menschen und Umwelt.

„Wir haben noch die Möglichkeit, unsere Umwelt besser auf die neuen Herausforderungen einzustellen“, betonte Schneider. „Dazu gehört der Wandel von einheitlichen Monokulturen hin zu widerstandsfähigeren Mischwäldern sowie ein Umdenken im Umgang mit Wasserressourcen. Dies erfordert gemeinsames Handeln auf nationaler und internationaler Ebene.“

Am Wochenende verschärften sich die Brände im Großraum Bordeaux im Südwesten Frankreichs. Behördenangaben zufolge wurden seit Mittwoch etwa 220.000 Menschen evakuiert. Der größte Waldbrand der Region hat mittlerweile rund 42.000 Hektar Wald und Buschland vernichtet. Gleichzeitig kämpfen auch Spanien und Italien gegen Waldbrände.