Fünf Spieler, die bewiesen haben, dass Summer-League-Erfolge keine Zukunftsgarantie sind
Die diesjährige Summer League war ein echtes Highlight. Einige der besten Rookies weltweit präsentierten ihr Können und zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Namen wie AJ Dybansta, Cameron Boozer, Yaxel Lendenberg und Meleek Thomas stachen besonders hervor und sorgten für Gesprächsstoff. Spieler wie Lendenberg und Thomas überzeugten so sehr, dass ihre Fanbasen nun große Rollen für sie in der Mannschaft erwarten.
Dennoch ist es wichtig zu verstehen, dass die Summer League kein echter Prüfstein ist, sondern eher ein Ort, an dem sich noch vieles beweisen muss. Erfolg hier ist keine Seltenheit. Wenn jemand gut spielt, neigen viele schnell dazu, unbegrenztes Potenzial zu sehen – doch das entspricht nicht der Realität. In der Summer League sollten sich eigentlich die NBA-tauglichen Spieler auszeichnen.
Die meisten Spieler in dieser Liga haben keine langfristige Zukunft in der NBA. Deshalb sind starke Leistungen durchaus zu erwarten. Fans sollten sogar vorsichtig sein, wenn jemand dort glänzt, denn immer wieder gibt es Spieler, die in der Summer League brillieren, aber anschließend nie mehr von sich hören lassen. Im Folgenden stellen wir fünf Beispiele vor, die zeigen, dass Summer-League-Erfolge nicht zwangsläufig auf zukünftigen NBA-Erfolg hinweisen.
5 Spieler, die in der Summer League glänzten, aber in der NBA nicht überzeugten
2014 – Donatas Motiejunas (Houston Rockets)
16,2 Punkte, 7,8 Rebounds (62,5 % FG, 28,6 % Dreier, 53,8 % Freiwürfe)
Es ist ungewöhnlich, dass ein Spieler in der Summer League acht Spiele absolviert – genau das tat Donatas Motiejunas mit den Houston Rockets im Jahr 2014. Sie bestritten mehr Spiele als jedes andere Team, und Motiejunas beeindruckte durchweg. Viele sahen ihn als kommenden Top-Stretch-Four der NBA. Trotz guter Schussquoten und starker Durchschnittswerte konnte sich der Litauer in der NBA jedoch kaum durchsetzen. Wirklich erfolgreich war er nur in der Saison 2014-2015 bei den Rockets, als das Team 56-26 gewann.
2017 – Josh Jackson (Phoenix Suns)
17,5 Punkte, 9,2 Rebounds (42,5 % FG, 18,8 % Dreier, 64 % Freiwürfe)
Erinnern Sie sich an den ehemaligen Phoenix Suns-Flop Josh Jackson? Der vielseitige Forward, der Verteidigung spielen, Dreier treffen und eine absolute Plage sein sollte? Trotz seiner Länge und Athletik wurde er nie der Alleskönner, den viele erwartet hatten – was auch heute noch überrascht. Sein Potenzial zeigte sich jedoch in der Summer League. Zwar traf er kaum Dreier, aber er legte fast jeden Abend ein Double-Double auf und spielte starke Verteidigung. Das reichte für eine Nominierung ins All-Summer-League-First-Team 2017.
2018 – Kevin Knox (New York Knicks)
21,3 Punkte, 6,5 Rebounds, 2,3 Assists (35,1 % FG, 35,7 % Dreier, 80,8 % Freiwürfe)
Wer Kevin Knox nur in der Summer League gesehen hat, fragt sich vielleicht, warum er nicht durchgestartet ist. Der Forward präsentierte sich als Rookie durchaus solide. Zwar war seine Trefferquote nicht überzeugend, doch da er Dreier traf, schien es nur eine Frage der Zeit, bis alles zusammenpasste. Leider schadete ihm seine schwache Feldwurfquote innerhalb der Dreipunktlinie im Verlauf seiner Karriere bei den New York Knicks. Die anfängliche Euphorie verflog schnell.
2022 – Kenneth Lofton Jr. (Memphis Grizzlies)
15,2 Punkte, 7,2 Rebounds (57,7 % FG, 30,0 % Dreier, 76,5 % Freiwürfe)
Beim Namen „Ken Lofton“ denken viele an den langjährigen Baseball-Outfielder aus Cleveland, der eigentlich in die Hall of Fame gehört – nicht an den 1,98 m großen, kräftigen Center, der einst für die Memphis Grizzlies auflief. Die heutigen Fans erinnern sich vor allem an Loftons dominanten Auftritt gegen Chet Holmgren in der Summer League. Viele sahen in ihm die Wiedergeburt von Zach Randolph. Doch leider konnte Lofton sich in der NBA nicht halten und spielte ab 2026 für die Shanghai Sharks in China.
2023 – Hunter Tyson (Denver Nuggets)
20,8 Punkte, 6,0 Rebounds, 1,8 Assists (54,1 % FG, 50 % Dreier, 87 % Freiwürfe)
Die Denver Nuggets schienen mit Hunter Tyson etwas Besonderes gefunden zu haben. Der Zweitrundenpick von Clemson präsentierte sich in der Summer League als potenzieller Star. Er traf 50 % seiner Dreier bei einem Volumen von sieben Versuchen pro Spiel. Es sah so aus, als hätten die Nuggets einen weiteren Zweitrunden-Bigman mit All-NBA-Potenzial entdeckt. Doch genau hier zeigt sich, warum die Summer League für die Bewertung von Spielern nicht ausschlaggebend ist: Trotz seines starken Auftritts und der Nominierung ins First-Team blieb Tyson sowohl bei den Nuggets als auch in der gesamten NBA wirkungslos.