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Nach Vorfall im Roten Meer: Saudi-Arabien attackiert Huthi-Stellungen im Jemen

Nach Vorfall im Roten Meer: Saudi-Koalition greift Huthi-Ziele im Jemen an

Der Konflikt im Iran-Krieg weitet sich räumlich aus. Nach einem Angriff der Huthi-Miliz auf ein Schiff im Roten Meer bezeichnet Saudi-Arabien diesen als „maritimen Terrorismus“ und antwortet mit Gegenangriffen im Jemen.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition führte Luftschläge gegen Huthi-Stellungen im Jemen durch. Nach Angaben aus Saudi-Arabien waren diese Vergeltungsmaßnahmen für den Angriff auf ein Schiff unter saudischer Flagge im Roten Meer bestimmt. Das Schiff erlitt zwar leichte Rumpfschäden, konnte jedoch seine Fahrt fortsetzen.

Koalitionssprecher Turki al-Maliki erklärte auf X, dass die Luftangriffe auf „legitime militärische Ziele“ der mit dem Iran verbündeten Huthi-Islamisten in der jemenitischen Provinz Hudaida abzielten, die für Bedrohungen des Schiffsverkehrs im Roten Meer verantwortlich seien. Er warf der Huthi-Miliz vor, durch Angriffe auf Handelsschiffe „maritimen Terrorismus“ auf einer der wichtigsten globalen Schifffahrtsrouten zu betreiben. Die Militäraktion sei verhältnismäßig gewesen und habe ihre Ziele erreicht.

Huthi-nahe Medien berichteten zuvor von Luftangriffen auf die Hafenstadt Hudaida an der Westküste Jemens. Dabei seien die staatliche Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida sowie die Insel Kamaran getroffen worden. Eine Frau und ein Mann wurden verletzt.

Besorgnis über Eskalation im Iran-Konflikt

Die Huthi-Miliz hatte 2014 das wirtschaftlich schwache Land auf der Arabischen Halbinsel praktisch überrannt und damit einen Bürgerkrieg ausgelöst. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierung, während die Huthis vom Iran Rückhalt erhalten. Obwohl 2022 eine Waffenruhe in Kraft trat, kommt es weiterhin zu kleineren Gefechten. Es ist der erste Luftangriff der Koalition auf Hudaida seit Beginn der Waffenruhe.

In dieser Woche verhängte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz eine Blockade gegen Schiffe aus Saudi-Arabien und griff Handelsschiffe an. Nach der Sperrung der strategisch wichtigen Straße von Hormus leitete Saudi-Arabien seine Ölexporte über die Meerenge Bab-al-Mandab um. Die Blockade und die Angriffe der Huthis erhöhen die Befürchtungen einer Ausweitung des Iran-Konflikts.