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US-Militär startet Angriffe im Iran: Flugabwehrsysteme in Teheran aktiviert

US-Militär greift im Iran an: Flugabwehr in Teheran im Einsatz

Die USA haben erneut Luftangriffe auf den Iran durchgeführt. Zum ersten Mal seit mehreren Wochen waren in der Hauptstadt Teheran wieder Explosionen zu vernehmen. Dies könnte ein Hinweis auf eine neue Eskalationsstufe im Konflikt sein.

Nach Angaben des US-Militärs wurden frische Angriffe auf iranische Militäranlagen gestartet. Zum ersten Mal seit Beginn der jüngsten Spannungen wurde auch in Teheran die Flugabwehr aktiviert. Ein Reporter vor Ort hörte im Nordosten der Millionenstadt dumpfe Explosionen. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrgeschütze, die in verschiedenen Stadtteilen der rund 15 Millionen Einwohner zählenden Metropole eingesetzt wurden. Kurz darauf kehrte zunächst wieder Ruhe ein.

Das für den Nahen Osten zuständige US-Kommando Centcom begründete die nächtlichen Angriffe, die bereits die elfte Nacht in Folge stattfanden, wie zuvor damit, die Fähigkeit des Iran zu schwächen, Handelsschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus anzugreifen. Die konkreten Ziele der jüngsten Angriffe wurden von Centcom nicht näher erläutert.

Die nächtlichen Ereignisse in Teheran könnten darauf hinweisen, dass sich die Konflikteskalation auf eine neue Stufe bewegt. Die letzten Angriffe auf die Hauptstadt hatten Anfang Juni stattgefunden, also vor über einem Monat. Damals reagierte die israelische Luftwaffe auf iranische Raketenangriffe mit Luftschlägen auf Ziele in Teheran.

US-Präsident Donald Trump hatte wenige Stunden zuvor dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht und dabei speziell ein Gebiet um eine Anlage namens „Pickaxe Mountain“ ins Visier genommen. „Wir werden diesen Bereich bald mit voller Kraft angreifen“, erklärte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus.

Bereits zuvor hatte Trump eine Attacke auf diesen Komplex angekündigt, der sich am Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran befindet. Zudem betonte er, dass das US-Militär jede Einrichtung ins Visier nehmen werde, die Teheran für nukleare Zwecke nutzen möchte.

Iran-Krieg belastet US-Haushalt mit 37,5 Milliarden Dollar

Die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran begannen am 28. Februar. Mitte Juni wurde zwischen den USA und dem Iran ein Rahmenabkommen getroffen, das durch vertiefte Verhandlungen eine Beendigung des Krieges ermöglichen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich nach zahlreichen Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran sieht sich nicht mehr an die vorläufige Vereinbarung gebunden.

Verteidigungsminister Pete Hegseth gab bei einer Anhörung im US-Senat an, dass der Krieg die USA inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (etwa 32 Milliarden Euro) kostet. Dies sagte er auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung lag bei 29 Milliarden Dollar. Hegseth erläuterte, dass die Summe nicht nur bereits entstandene Kosten umfasst, sondern auch erwartete Ausgaben bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu gehören unter anderem Soldzahlungen, Betriebs- und Wartungskosten.

Im Kongress warb Hegseth für einen Nachtragshaushalt von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Dieses Budget soll die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.