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US-Militär intensiviert Angriffe im Iran: Flugabwehr erstmals auch in Teheran aktiv

US-Militär greift im Iran an: Flugabwehr diesmal auch in Teheran im Einsatz

Die USA haben ihre Luftangriffe im Iran wieder aufgenommen. Zum ersten Mal seit geraumer Zeit sind in der Hauptstadt Teheran wieder Explosionen zu hören, was auf eine Eskalation des Konflikts hinweisen könnte.

Nach Angaben des US-Militärs wurden neue Angriffe auf iranische Militäranlagen durchgeführt. Erstmals seit Beginn der aktuellen Spannungen reagierte die Flugabwehr in Teheran. Ein Reporter berichtete von dumpfen Detonationen im Nordosten der Metropole. Auch staatliche iranische Medien bestätigten Flugabwehraktivitäten in verschiedenen Stadtteilen, in denen etwa 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf kehrte vorübergehend Ruhe ein.

Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom begründete die nächtlichen Angriffe zum elften Mal in Folge mit dem Ziel, die Fähigkeit des Iran zu schwächen, Handelsschiffe in der strategisch wichtigen Straße von Hormus anzugreifen. Nach etwa einer Stunde erklärte Centcom die Angriffswelle für beendet. Zu den angegriffenen Zielen gehörten unter anderem militärische Kommandostellen, Drohnenlager sowie Flugzeughangars, ohne weitere Details zu nennen.

Staatliche Medien berichteten von Explosionen unter anderem in Mahshahr und Sirik nahe der Straße von Hormus sowie in Bushehr am Persischen Golf. Auch die Hafenstädte Konarak und Chabahar seien Ziel der Angriffe gewesen.

Die nächtlichen Vorfälle in Teheran könnten auf eine neue Phase der Eskalation hindeuten. Die letzten Angriffe auf die Hauptstadt fanden Anfang Juni statt, als die israelische Luftwaffe als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele in Teheran angriff.

US-Präsident Donald Trump hatte wenige Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei speziell ein Gebiet rund um eine als „Pickaxe Mountain“ bekannte Anlage erwähnt. „Wir werden diese Region bald mit voller Kraft ins Visier nehmen“, erklärte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus.

Schon zuvor hatte Trump eine Attacke auf den Komplex angekündigt, der sich im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran befindet. Er betonte außerdem, dass das US-Militär jede Einrichtung angreifen werde, die die iranische Führung für atomare Zwecke nutzen wolle.

Iran-Konflikt kostet die USA bislang 37,5 Milliarden Dollar

Die USA und Israel hatten ihre Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar begonnen. Mitte Juni wurde ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran geschlossen, das durch vertiefte Verhandlungen den Krieg beenden sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump jüngst nach mehreren Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Vereinbarung gebunden.

Verteidigungsminister Pete Hegseth gab an, dass der Konflikt die USA mittlerweile 37,5 Milliarden Dollar (etwa 32 Milliarden Euro) kostet. Diese Zahl nannte er bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung lag bei 29 Milliarden Dollar. Hegseth stellte klar, dass diese Summe nicht nur bereits entstandene Kosten umfasst, sondern auch erwartete Ausgaben bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählen unter anderem Soldzahlungen, Betriebs- und Wartungskosten.

Im Kongress warb Hegseth für einen Nachtragshaushalt von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Diese Mittel sollen unter anderem die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte sichern, verbrauchte Ausrüstung ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffentechnologien beschleunigen.