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US-Getränkeindustrie warnt: Trumps 50% Zölle könnten Eskalation verschärfen

Trumps 50% Zölle könnten Handelskonflikt mit Kanada verschärfen

Der US-Präsident Donald Trump hat beschlossen, auf die Mehrheit der kanadischen Waren eine Zolltarif von 50 Prozent zu erheben. Dies geschieht als Reaktion auf „diskriminierende“ Maßnahmen, darunter die provinziellen Boykotte amerikanischer Spirituosen. Eine US-Industrievertretung der Alkoholbranche warnt, dass dies das Risiko einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts mit Kanada birgt.

Am Montag kündigten die USA an, einen zusätzlichen Zoll von 50 Prozent auf kanadische Importe zu erheben, als Antwort auf kanadische Vergeltungsmaßnahmen und „diskriminierende“ Praktiken, die als Reaktion auf Trumps Zölle im vergangenen Jahr erfolgten.

Trump unterzeichnete drei Exekutivverordnungen, die jeweils unterschiedliche Begründungen für die neuen Zölle anführten: die provinziellen und territorialen Boykotte amerikanischer Alkoholprodukte, kanadische Vergeltungszölle auf US-amerikanische Fahrzeuge und Fahrzeugteile sowie Quoten auf amerikanische Milchprodukte im Rahmen des kanadischen Versorgungssystems.

Die US-Getränkeindustrie zeigte sich dankbar für die Anerkennung durch die Trump-Administration, dass die kanadischen Beschränkungen den US-Destillerien erheblichen Schaden zugefügt hätten.

„Wir hatten jedoch gehofft, dass sich dieses Problem ohne weitere Eskalation lösen lässt“, erklärte Chris Swonger, Präsident und CEO des Distilled Spirits Council of the United States.

Trumps Zölle „verschärfen die Handelsspannungen und erhöhen das Risiko weiterer Vergeltungsmaßnahmen, gerade in einer Zeit, in der viele US-Gastgewerbebetriebe weiterhin mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen“, so Swonger in einer Stellungnahme.

Die Organisation appellierte an beide Seiten, den Handelskonflikt zu entschärfen.

„Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf beiden Seiten der Grenze auf, eine verhandelte Lösung anzustreben, die den Marktzugang für US-Spirituosen wiederherstellt und weitere Schäden für den US-Gastgewerbesektor vermeidet“, betonte Swonger.

Bei einem Treffen der kanadischen Provinz- und Territorialchefs am Dienstag in Prince Edward Island stehen unter anderem der Binnenhandel und große Infrastrukturprojekte auf der Agenda – das Treffen wird jedoch von der erneuten Zollbedrohung durch Trump überschattet.

Das jährliche Sommerforum der regionalen Führungskräfte endet am Donnerstag mit der Teilnahme von Premierminister Mark Carney an den Gesprächen. Die Provinzchefs werden zudem am Dienstag mit indigenen Führungspersönlichkeiten zusammenkommen.

Zu den wichtigsten Themen zählen Bemühungen, verbleibende Handelsbarrieren innerhalb Kanadas abzubauen und sich für bedeutende Infrastrukturprojekte einzusetzen, die Investitionen und Arbeitsplätze in ihre Regionen bringen könnten.

Gleichzeitig sorgt die Ankündigung Trumps, innerhalb von 30 Tagen 50-prozentige Zölle auf bestimmte kanadische Produkte zu erheben, für neue wirtschaftliche Unsicherheit.