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Erfreuliche Neuigkeiten: Deutschland beschafft Tomahawk-Raketen – Nato-Chef beruhigt Moskau

"Ausgezeichnete Nachricht": Deutschland kauft Tomahawks: Nato-Chef beschwichtigt Moskau

Mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern plant Deutschland den Erwerb von US-amerikanischen Mittelstreckenraketen des Typs Tomahawk, um die Abschreckung gegenüber Russland zu verstärken. Nato-Generalsekretär Mark Rutte begrüßt diese Vereinbarung und spricht über mögliche Eskalationsgefahren mit Moskau.

Mark Rutte, Nato-Generalsekretär aus den Niederlanden, sieht im geplanten Kauf der Tomahawk-Raketen durch Deutschland keine erhöhte Gefahr einer Eskalation mit Russland. „Als Verteidigungsbündnis greifen wir niemals jemanden an“, betonte er. Die Stationierung der Tomahawks in Deutschland diene ausschließlich einer glaubwürdigen Abschreckung und der Fähigkeit zur Verteidigung im Ernstfall.

Die Absicht Deutschlands, Tomahawk-Raketen zu erwerben, wurde kurz nach dem Nato-Gipfel in Ankara bekanntgegeben. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor von US-Präsident Donald Trump die Zusicherung erhalten, dass die USA den Verkauf der Marschflugkörper sowie der Startrampen vom Typ Typhon offiziell genehmigen werden.

Rutte bezeichnete diese Entwicklung als „ausgezeichnete Nachricht“. „Sie stärkt das Vertrauen in unsere gemeinsame Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit“, erklärte er. Eine glaubwürdige Abschreckung setze voraus, dass man sich im Ernstfall verteidigen könne. Daher sei es von großer Bedeutung, dass die Tomahawks Teil der gemeinsamen Abschreckungsstrategie werden.

Die Bundeswehr gibt an, dass mit dem Raketensystem Typhon Tomahawk Ziele in einer Entfernung von etwa 2500 Kilometern erreicht werden können. Dies übertrifft alle derzeit in Europa verfügbaren Systeme deutlich.

Aktuell ist die Bundeswehr im Bereich der Langstreckenwaffen ausschließlich auf den Marschflugkörper Taurus angewiesen, dessen Reichweite mit rund 500 Kilometern wesentlich geringer ist. Mit den Tomahawks könnten weit entfernte Ziele im Hinterland eines Gegners präzise getroffen werden, etwa Kommandozentralen, militärische Flugplätze oder Abschussrampen für Langstreckenraketen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass die USA selbst Tomahawks sowie Raketen vom Typ SM-6 und neuartige Hyperschallwaffen in Deutschland stationieren. Die Trump-Regierung fühlt sich jedoch nicht an diese Ankündigung der Biden-Regierung vom Nato-Gipfel 2024 gebunden. Die genaue Anzahl der von Deutschland in den USA gekauften Waffensysteme sowie deren Kosten bleiben geheim.