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Klingbeil lobt Belgien als Rache für Trumps Fifa-Einmischung

"Haben uns Gefallen getan": Klingbeil feiert Belgien als Rächer für Trumps Fifa-Foul

Lars Klingbeil spricht Belgien den WM-Titel zu – und das aus einem besonderen Grund: Mit ihrem Sieg sorgte die Mannschaft für das Ausscheiden der USA. Damit sendet der SPD-Chef eine deutliche Kritik an die Einflussnahme von Donald Trump auf die Schiedsrichterentscheidungen.

Beim Sommerfest von RTL und ntv am Mittwochabend verband Vizekanzler und SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil den Erfolg Belgiens gegen die USA mit scharfer Kritik an US-Präsident Donald Trump. Klingbeil erklärte, Belgien habe „uns einen großen Gefallen erwiesen“ und damit „quasi Trumps Einmischung gerächt“.

Seine Aussage bezog sich auf die Diskussionen um eine mögliche Einflussnahme Trumps auf die WM. Anlass waren Berichte über ein Telefonat Trumps mit FIFA-Präsident Gianni Infantino, das nach der Aufhebung einer gegen einen US-Spieler verhängten Sperre für das Achtelfinale gegen Belgien stattfand. Trump hatte das Gespräch selbst öffentlich gemacht. Die FIFA äußerte sich nicht zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Telefonat und der Entscheidung.

Als leidenschaftlicher Fußballfan zeigte sich Klingbeil begeistert von der aktuellen Fußball-WM. Besonders Norwegen beeindrucke ihn, deren Team er als „einfach unglaublich sympathisch“ bezeichnete. Das gelte ebenso für die Fans und die Begeisterung rund um das Turnier. Zwar sieht er Frankreich als Favoriten auf den Titel, doch auch Belgien und Norwegen hätten es seiner Meinung nach verdient.

Ähnliche Worte fand Grünen-Politiker Anton Hofreiter auf dem Sommerfest, bei dem neben Politikern auch Schauspieler und Kulturschaffende anwesend waren. Er sagte: „Offensichtlich hat Trump eingegriffen. Die FIFA hat sich dem gebeugt, was wirklich peinlich war. Deshalb war es absolut gerecht, dass Belgien die USA so deutlich besiegt hat.“

Trump selbst hatte die Rücknahme der Roten Karte gegen den US-Spieler öffentlich begrüßt. Ob sein Telefonat mit Infantino tatsächlich Einfluss auf die Entscheidung des Schiedsrichterausschusses hatte, bleibt jedoch unklar.