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Angriffe auf Tanker: USA reaktivieren Sanktionen gegen iranisches Öl

Angriffe auf Tanker: USA setzen Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft

Die Phase der Entspannung zwischen Washington und Teheran ist nach nur zwei Wochen beendet. Die USA haben die Sanktionen gegen iranisches Öl erneut in Kraft gesetzt. Anlass dafür sind Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus, die zu unmittelbaren Reaktionen an den Ölpreisen führten.

Das US-Finanzministerium verkündete, dass die zuvor eingeräumte Ausnahmegenehmigung für iranisches Öl zurückgezogen wird. Damit sind neue Geschäfte mit Rohöl sowie petrochemischen und Erdölprodukten iranischer Herkunft wieder untersagt.

Ein Vertreter der US-Regierung erläuterte, dass die Aufhebung der Ausnahmegenehmigung an das Verhalten des Iran geknüpft sei. Wirtschaftliche Erleichterungen würden nur dann gewährt, wenn der Iran seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Vorgehen Teherans in der Straße von Hormus bezeichnete er als „völlig inakzeptabel“. An den Märkten reagierten die Preise für Öl deutlich: Ein Barrel Brent-Öl für August-Lieferung stieg zuletzt um 5,63 Prozent auf 76,04 US-Dollar.

In der letzten Zeit kam es zu mehreren Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus. Teheran hat sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen bekannt oder die Verantwortung übernommen. Der Iran betonte jedoch mehrfach, dass nur die von ihm festgelegte Route durch die Straße von Hormus als sicher gilt. Bereits begonnene und genehmigte Geschäfte dürfen nur noch bis zum 17. Juli abgewickelt werden. Neuabschlüsse oder das Beladen von Schiffen mit iranischem Öl sind laut Ministerium nicht mehr gestattet.

Die ursprüngliche Ausnahmegenehmigung wurde am 21. Juni nach Verhandlungen zwischen Washington und Teheran erteilt. Sie setzte US-Verbote im Zusammenhang mit Produktion, Lieferung und Verkauf von iranischem Rohöl und anderen Erdölprodukten vorübergehend aus, zunächst bis zum 21. August. Diese Lockerung war Teil einer vorläufigen Vereinbarung, um Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen zu ermöglichen.

Mit der Wiederinbetriebnahme der Genehmigung verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran. Die Straße von Hormus spielt eine zentrale Rolle im Ölhandel. Während des Krieges war die Durchfahrt von Tankern praktisch blockiert, was die Preise weltweit in die Höhe trieb. Die Ausnahmegenehmigung hatte die Energiemärkte zwischenzeitlich entspannt.