Mitchell Robinson profitiert von seinem Erfolg in den Playoffs
Die New York Knicks stellten ihr Meisterschaftsaufgebot gezielt zusammen, um den Boston Celtics Paroli zu bieten. Nach dem Gewinn des Titels versuchen nun die Rivalen aus der Atlantic Division, einen ihrer wertvollsten Ersatzspieler abzuwerben.
Der Backup-Center Mitchell Robinson einigte sich mit den Celtics auf einen Vertrag über angeblich 47,4 Millionen US-Dollar für drei Jahre, inklusive einer Spieleroption. Dieser Deal sichert Boston einen der besten Offensiv-Rebounder der NBA und verschafft Robinson eine lukrative Gehaltserhöhung, die vor einem Jahr noch unwahrscheinlich erschien.
Mitchell Robinson bewies seinen Wert in den Playoffs
Robinsons Talent stand während seiner achtjährigen Zeit bei den Knicks nie infrage. Wohl aber seine Ausdauer auf dem Spielfeld. Der sieben Fuß große Spieler führte die Liga 2022-23 in Offensiv-Rebounds an und trug maßgeblich zum überraschenden Sieg in der ersten Playoff-Runde bei, erlitt jedoch früh in der Saison 2023-24 einen gebrochenen Knöchel, der ihn in den folgenden zwei Spielzeiten auf 48 Einsätze beschränkte.
In dieser Saison absolvierte Robinson 60 Spiele und verpasste lediglich eines der 19 Playoff-Spiele der Knicks, das er aufgrund einer Krankheit nicht bestreiten konnte. Selbst mit einem gebrochenen Knochen in der Hand spielte er in den NBA-Finals und sammelte in Spiel 5, dem entscheidenden Sieg der Knicks, zehn Rebounds.
Diese Leistung überzeugte die Celtics, Robinson eine Gehaltserhöhung und einen Dreijahresvertrag anzubieten. Zwar ist Robinson nicht der typische Stretch-Fünfer, wie ihn Boston in den letzten Jahren mit Al Horford und Kristaps Porzingis hatte, doch als herausragender Offensiv-Rebounder und defensiver Präsenz im Paint ergänzt er das Team deutlich besser als Neemias Queta und Luka Garza.
Robinsons Verletzungen bereiten den Celtics keine Sorgen
Obwohl Robinson in den letzten Spielzeiten viele Partien verpasste, war nur der gebrochene Knöchel eine langfristige Einschränkung. Frühere Ausfälle wegen gebrochenen Hands und verstauchter Daumen resultierten aus direkten Treffern und deuten nicht auf eine chronische Knochenproblematik hin.
Die Celtics werden Robinsons Einsatzzeiten wohl genau steuern, um ihn fit zu halten, denn als 28-jähriger Center mit körperbetontem Spielstil benötigt er eine sorgfältige Belastungssteuerung. Dennoch sind 19,6 Minuten pro Spiel über 60 Einsätze mit exzellenten fortgeschrittenen Statistiken (Robinsons Plus/Minus-Wert lag bei starken 3,5 Punkten über dem Durchschnitt) bemerkenswert.
Robinsons Fähigkeit, Würfe zu blocken, Rebounds zu sichern und trotz Verletzungen zu spielen, brachte den Knicks die Meisterschaft. Nun sichert sie ihm auch einen lukrativen Vertrag.