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Treibstoffmangel nach Angriffen: Russland stoppt Tourismus auf der Krim bis September

Treibstoffkrise nach Angriffen: Russland setzt Tourismus auf der Krim bis September aus

Die von ukrainischen Angriffen getroffenen russischen Nachschubwege führen zu einer massiven Treibstoffknappheit auf der von Moskau kontrollierten Krim, was die Tourismussaison erheblich beeinträchtigt. Aufgrund der unsicheren Lage ist Treibstoff knapp, weshalb der Gouverneur der Halbinsel sämtliche Ferienlager auflöst und den Tourismus komplett einstellt.

Die Behörden auf der von Russland annektierten Krim haben aufgrund der ukrainischen Angriffe auf Versorgungsrouten und der daraus resultierenden Treibstoffkrise alle Ferienlager geschlossen und den Tourismus bis zum 1. September ausgesetzt. Gouverneur Sergej Aksjonow begründete auf Telegram die Maßnahme mit dem Schutz der öffentlichen Sicherheit.

Seit Sonntag bieten die Tankstellen auf der Krim kein Benzin und Diesel mehr für Privatpersonen und Unternehmen an. Die Moskauer Regierung betonte, man setze alles daran, die Folgen der unterbrochenen Treibstofflieferungen auf der Halbinsel zu minimieren.

Die ukrainischen Drohnenangriffe beeinträchtigen die Treibstoffversorgung in weiten Teilen Russlands, dem drittgrößten Ölproduzenten weltweit. Branchenexperten berichten, dass die russische Benzinproduktion in der vergangenen Woche im Vergleich zum Tagesdurchschnitt im Juni 2025 um etwa 25 Prozent auf rund 90.000 Tonnen pro Tag zurückging.

Versorgungsengpässe auch in weiteren Regionen

Auch die Exporte von Ölprodukten über den Seeweg gingen in der ersten Junihälfte laut Daten des Anbieters LSEG im Vergleich zum Vormonat um 15 Prozent auf etwa 3,3 Millionen Tonnen zurück. Neben der Krim meldeten mehrere russische Regionen – darunter Rostow, Tatarstan und das ostsibirische Irkutsk – Einschränkungen bei der Kraftstoffversorgung oder Verkaufsbeschränkungen.

Die Ukraine hat zuletzt gezielt nördliche und maritime Versorgungswege sowie russische Ölraffinerien attackiert. Russland hatte die Schwarzmeerhalbinsel Krim 2014 besetzt und annektiert. Der Einmarsch in die übrigen Teile der Ukraine begann im Februar 2022.