Chicharito sieht für Mexiko eine WM-Chance, die andere übersehen könnten
Das Achtelfinale der WM 2026 nimmt langsam Gestalt an, denn Mexiko, die USA und Deutschland haben sich bereits offiziell für die Runde der letzten 32 qualifiziert – und das, obwohl die zweite Runde der Gruppenspiele noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Diese Situation löst in den Medien eine Debatte darüber aus, ob Teams, die ihren Platz in der nächsten Runde bereits sicher haben, im letzten Gruppenspiel ihre Aufstellungen verändern sollten, insbesondere wenn sowohl die Qualifikation als auch der Gruppensieg bereits feststehen.
Unter denen, die sich dazu äußern, ist der ehemalige mexikanische Stürmer Javier „Chicharito“ Hernández, der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft. Heute als Analyst bei Fox Sports in den USA tätig, ist Hernández der Meinung, dass Trainer diese Gelegenheit nutzen sollten, um ihre Startelf zu verändern. Seiner Ansicht nach ermöglicht dies nicht nur, Schlüsselspieler zu schonen, sondern belohnt auch den erweiterten Kader und stärkt den Teamgeist.
Chicharito plädiert für Rotation im WM-Kader
Hernández äußerte sich klar:
„Man muss den anderen Spielern eine Chance geben. Ich verstehe den Schwung, aber es gibt auch Momente, in denen man Spieler schonen muss, die man später noch brauchen könnte. Man kann ihnen Spielzeit geben, eine Gelegenheit, sogar ein WM-Debüt. Das lässt das gesamte Team sich wertgeschätzt fühlen, und wenn man sich danach entscheidet, wieder zu den Stammspielern zurückzukehren, ist das auch in Ordnung.
„Am wichtigsten ist es, die Stammspieler nicht zu riskieren, aber auch dem Rest des Kaders Spielpraxis und Schwung zu geben, damit sie bereit sind, falls man sie irgendwann braucht.“
Die Aussagen entstanden im Zusammenhang mit der Diskussion um die US-amerikanische Nationalmannschaft, doch dasselbe Argument wird schnell auf Mexikos Situation übertragen.
Da El Tri bereits als Erster der Gruppe A feststeht, dreht sich viel der Debatte darum, ob Cheftrainer Javier Aguirre Spielern wie Guillermo Martínez und Mateo Chávez, die bisher noch keine Einsatzzeit hatten, eine Chance geben und gleichzeitig die Rolle des jungen Mittelfeldspielers Gilberto Mora ausbauen sollte.
Die Frage um Guillermo Ochoa
Der Spieler, der derzeit am meisten Aufmerksamkeit erhält, ist jedoch der erfahrene Torwart Guillermo Ochoa, der zum sechsten Mal bei einer WM im mexikanischen Kader steht.
Da Mexikos letztes Gruppenspiel im Estadio Ciudad de México ausgetragen wird, sehen einige darin einen passenden Abschied für einen der ikonischsten Spieler des Landes.
Die Entscheidung ist jedoch nicht ganz einfach. Während das Ergebnis für Mexikos eigene Position kaum von Bedeutung ist, könnte es dennoch Einfluss auf das Gesamtturnier haben, etwa darauf, ob sich ein Team aus Gruppe A als einer der besten Drittplatzierten für die nächste Runde qualifiziert.
Letztlich liegt die finale Entscheidung bei Aguirre, der zwischen Emotionen, Kaderführung und sportlicher Fairness abwägen muss, während Mexiko sich auf die K.o.-Phase vorbereitet.