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Trump warnt Iran: Ohne Atomabkommen drohen neue Militäraktionen im Nahen Osten

"Wächter des Nahen Ostens": Trump warnt Iran: Ohne Atomdeal drohen neue Militärschläge

Nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens erhebt US-Präsident Donald Trump neue Forderungen gegenüber Teheran: Sollte kein endgültiger Atomvertrag zustande kommen, könnten weitere militärische Maßnahmen folgen. Auch gegenüber dem Verbündeten Israel äußerte Trump deutliche Kritik.

Wie die „New York Times“ berichtet, kündigte Trump mögliche Konsequenzen an, falls das Rahmenabkommen nicht zu einer Einigung über das iranische Atomprogramm führt. In einem Telefonat an seinem 80. Geburtstag am Sonntag erklärte er, er werde die Militäraktionen wieder aufnehmen oder die USA zum „Wächter des Nahen Ostens“ machen, der künftig 20 Prozent der Einnahmen aus der Region erhalten solle, so die Zeitung.

Die „New York Times“ gibt Trumps Aussagen aus dem Gespräch überwiegend indirekt wieder. Laut dem US-Präsidenten soll die Straße von Hormus durch das Abkommen dauerhaft „gebührenfrei“ bleiben.

Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Konflikts verständigt. Die Vereinbarung soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden und eine Grundlage für weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm schaffen.

Trump kritisiert Netanjahu: „Ein äußerst schwieriger Charakter“

In dem etwa 30-minütigen Interview mit der „New York Times“ verteidigte Trump erneut seine Entscheidung, den Iran Ende Februar anzugreifen und eine Seeblockade nach der Schließung der strategisch wichtigen Meerenge zu verhängen. Damit habe er den Nahen Osten zugunsten der USA neu geordnet, zitierte die Zeitung den Präsidenten.

Besonders scharfe Worte fand Trump für Israels Premierminister Benjamin Netanjahu: „Er ist ein äußerst schwieriger Charakter“, so Trump über seinen Verbündeten, dessen Militärangriffe im Libanon zuletzt die Verhandlungen mit dem Iran gefährdet hatten. „Er sollte uns sehr dankbar sein, denn hätte der Iran eine Atomwaffe, wäre Israel nicht länger als zwei Stunden sicher.“

Das Rahmenabkommen enthält bisher keine endgültige Regelung zum iranischen Atomprogramm. Auch im Interview blieb Trump vage: Sein Abkommen werde garantieren, dass der Iran „keine Atomwaffen entwickeln oder erwerben kann“ und die Urananreicherung „dauerhaft auf einem Niveau bleibt, das militärische Nutzung ausschließt“.