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Netanjahu erwägt möglicherweise Alleingang gegen Iran – großes Risiko in Sicht

"Wäre ein gewaltiges Wagnis": Netanjahu wohl zu Alleingang im Iran bereit

Die Spannungen zwischen US-Präsident Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu nehmen zu. Während Trump auf einen Vertragsabschluss mit dem Iran drängt, steht Netanjahu diesem Ziel ablehnend gegenüber. Laut einem Bericht ist Netanjahu bereit, im Ernstfall das Risiko eines eigenständigen Angriffs zu tragen.

Nach Informationen des Fernsehsenders i24News könnte Israels Premier Benjamin Netanjahu unter bestimmten Umständen einen militärischen Alleingang gegen den Iran ohne US-Unterstützung in Erwägung ziehen. Der Sender berief sich auf eine Sitzung des Kabinetts und zitierte Netanjahu mit den Worten: „Es könnte eine Lage entstehen, in der wir den Iranern allein, ohne die Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Konsequenzen: höheren Rüstungskosten und internationaler Isolation.“ Israel wolle dies zwar vermeiden, sei sich jedoch bewusst, dass es möglich sei, so Netanjahu.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem solchen Alleingang gewarnt. Die US-Regierung befindet sich aktuell in Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt auf diplomatischem Weg zu lösen.

Vizepräsident JD Vance bestätigte Trumps Haltung, wonach ein Abkommen mit dem Iran auch gegen den Widerstand Israels durchgesetzt werden soll. Obwohl die USA und Israel gemeinsame Interessen verfolgen, werde Washington sein Vorgehen gegenüber Teheran danach ausrichten, was Trump für das Wohl der USA als richtig erachtet, erklärte Vance in einem Interview mit Fox News. Demnach würden die USA einen Vertrag auch gegen Israels Willen durchsetzen.

Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X davor, dass ein bedeutender militärischer Schritt ohne die Unterstützung der USA ein enormes strategisches Risiko für Israels Sicherheit bedeute und nur dann in Betracht gezogen werden sollte, wenn keine Alternativen bestünden. Zudem wies Citronowicz darauf hin, dass ein von der US-Regierung als Erfolg angesehenes Abkommen mit dem Iran eine einseitige israelische Aktion ohne Absprache mit Washington teuer zu stehen kommen lassen könnte – auch in Bezug auf die strategischen Beziehungen zwischen Israel und den USA.