AfD kratzt bundesweit an 30 Prozent – FDP und BSW bleiben unter der Sperrklausel
In der aktuellen Insa-Umfrage bleiben die meisten Parteien stabil, doch die AfD baut ihren Vorsprung zur Union weiter aus.
Die jüngste Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild“-Zeitung zeigt, dass die AfD mit 29 Prozent erneut deutlich vor der Union liegt, die bei 21 Prozent notiert und im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt nachgibt. Nach Angaben der Zeitung ist der Abstand zwischen den beiden Parteien in Insa-Umfragen bisher noch nie so groß gewesen.
Bei den übrigen Parteien gibt es keine Veränderungen: SPD (12 Prozent), Grüne (14 Prozent) und Linke (11 Prozent) bleiben unverändert. FDP und BSW erreichen jeweils nur 3 Prozent und würden somit den Einzug in den Bundestag verpassen.
Für die repräsentative Umfrage wurden vom 1. bis 5. Juni insgesamt 1.206 Wahlberechtigte befragt. Das Institut gibt eine maximale Fehlertoleranz von 2,9 Prozentpunkten an.
RTL/ntv-Trendbarometer sieht FDP stärker
Im Trendbarometer von RTL und ntv lag die AfD kürzlich bei 27 Prozent, ebenfalls vor der Union mit 21 Prozent, den Grünen mit 15 Prozent, der SPD mit 12 Prozent und der Linken mit 11 Prozent. Für die FDP gab es in der von Forsta durchgeführten Umfrage eine positive Entwicklung: Erstmals seit längerer Zeit erreichten die Freien Demokraten wieder 5 Prozent. Das BSW lag hier bei 3 Prozent. Zwischen dem 26. Mai und 1. Juni wurden hierfür 2.502 Personen befragt, die Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten.
Eine weitere Umfrage im Auftrag der „Bild“ zeigt zudem, dass die persönliche Zustimmung für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter sinkt: 77 Prozent der Befragten sind mit ihm unzufrieden, was einem Anstieg um 6 Punkte im Vergleich zur letzten Befragung Ende April entspricht. Der Anteil der zufriedenen Befragten fiel um 4 Punkte auf 15 Prozent, 8 Prozent machten keine Angaben.
Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten verbunden. Faktoren wie abnehmende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten für Meinungsforschungsinstitute. Umfragen spiegeln stets nur den Stand der Meinung zum Zeitpunkt der Erhebung wider und stellen keine verlässlichen Vorhersagen für den Wahlausgang dar.