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Vier Zweitjahres-Spieler, die man in der NBA-Saison 2026 im Auge behalten sollte

Vier NBA-Zweitjahres-Spieler, die 2026 auffallen könnten

Die Rookie-Klasse der letzten Saison war eine wahre Freude für Basketballfans. Ein historischer Jahrgang? Möglich. Ob sie mit den legendären Klassen von 1984, 1996 oder 2003 mithalten können, wird die Zeit zeigen.

Nach einem Jahr gemeinsamer Erfahrung stellt sich die Frage: Was können wir von dieser Gruppe erwarten? Wer steht kurz vor dem Durchbruch? Wer wird mit höheren Erwartungen konfrontiert?

Wir werfen einen genaueren Blick auf vier NBA-Sophomores, die in ihrem zweiten Jahr wichtige Fragen beantworten müssen.

Dylan Harper – San Antonio Spurs

Große Erwartungen bringen auch mehr Druck mit sich. Für den 20-jährigen Harper setzte eine herausragende Playoff-Leistung, die den überraschenden Finaleinzug mitprägte, eine womöglich zu hohe Messlatte, die die NBA-Welt von ihm erwartet.

Doch ist das realistisch? Da Stephon Castle und der nun wieder fitte De’Aaron Fox voraussichtlich erneut in der Startformation stehen, wird Harper auch diesmal vorwiegend als sechster Mann eingesetzt – allerdings wahrscheinlich mit mehr als den durchschnittlichen 22 Minuten pro Spiel aus seinem Rookie-Jahr. Die Auszeichnung als bester sechster Mann ist durchaus im Bereich des Möglichen, sofern Headcoach Mitch Johnson nicht mit einer Dreier-Guard-Startaufstellung experimentiert oder Fox getradet wird.

Mit einer ordentlichen Portion Tony Parker in seinem Spiel, lässt sich leicht vorstellen, dass Harper und Victor Wembanyama zum Parker-und-Tim-Duncan-Duo dieser Generation werden könnten. Für den Moment heißt es für Harper jedoch, geduldig zu bleiben.

Egor Demin – Brooklyn Nets

Als vielversprechendster unter den spekulativen Brooklyn-Sophomores hat Demin eine Rookie-Sorge deutlich entkräftet: Er erzielte als Neuling 2,4 Dreipunktwürfe pro Spiel bei einer Trefferquote von 38,5 %. Allerdings war mit 72 % der Würfe fast drei Viertel seiner Versuche von jenseits der Dreipunktlinie, was Zweifel an seiner Fähigkeit aufkommen ließ, sich effektiv vom Verteidiger zu lösen.

In der Summer League wirkte Demin spürbar kräftiger und setzte seine Technik und Kraft ein, um verstärkt Druck am Korb auszuüben. Dabei entwickelte er sich zum konstanten 20-Punkte-Scorer.

Ob sich diese Entwicklung auch in der regulären Saison fortsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Wenn der 2,03 Meter große Spielmacher jedoch sein Wurfspiel mit Korbdruck ausbalancieren kann, könnte er langfristig als Starting Point Guard etabliert werden.

Joan Beringer – Minnesota Timberwolves

Vielleicht ein überraschender Name auf dieser Liste, doch Beringer rückte durch Minnesotas turbulente Offseason ins Rampenlicht. Die Entscheidung, das Starpotenzial auf die Guard-Position zu konzentrieren und dabei die großen Spieler Julius Randle und den beliebten Naz Reid abzugeben, macht den 19-jährigen Franzosen plötzlich zu einem wichtigen Rotationsteilnehmer.

Beringer kam als Rookie nur zu 40 Einsätzen und spielte dabei durchschnittlich weniger als acht Minuten pro Spiel. Als potenzieller Nachfolger von Rudy Gobert gedraftet, zeigte Beringer mit einem Debüt in der Summer League von 18 Punkten, 12 Rebounds und vier Blocks erste vielversprechende Ansätze.

Er verfügt über bessere Hände als Gobert je besitzen wird, doch seine Rolle als Roller und Lob-Anspielstation ist aktuell zweitrangig. Die Timberwolves brauchen ihn vor allem als defensiven Ersatz für Gobert, um ihre plötzlich dünn besetzte Frontcourt zu stabilisieren.

V.J. Edgecombe – Philadelphia 76ers

Als Rookie startete Edgecombe in allen 75 Spielen und legte eine beeindruckende erste Profi-Saison hin: durchschnittlich 16 Punkte, 5,6 Rebounds, 4,2 Assists und 1,4 Steals pro Spiel. Zusammen mit Tyrese Maxey etablierte er sich als potenzielles Superstar-Backcourt-Duo, wobei Edgecombe eine starke zweite Option war, wenn Joel Embiid, wie so oft, ausfiel.

Die viel diskutierte Verpflichtung von Jaylen Brown bringt eine neue Dynamik in Edgecombes zweites Jahr. Brown wird zweifellos einen großen Teil der Spielanteile beanspruchen, womit Edgecombe möglicherweise die größte Anpassung unter den sogenannten Big Four der Sixers vornehmen muss.

Auch Browns eher bedächtiger Spielstil stellt eine Herausforderung dar. Während Edgecombe und Maxey das Tempo hochhalten und schnell über das Spielfeld preschen, bevorzugt Brown es, den Ball zu kontrollieren, zu halten und Optionen zu sondieren. Das passt gut zu Embiid, während Maxey bewiesen hat, dass er sich in jedem System behaupten kann. Es wird spannend zu beobachten sein, wie Edgecombe sich darauf einstellt.