Ein 200-Millionen-Dollar-Problem: Julián Quiñones’ Durchbruch bei der WM weckt Premier-League-Interesse – doch sein Vertrag sagt etwas anderes
Julián Quiñones, der gerade mit vier Toren für Mexiko bei der WM 2026 für Furore sorgte, zählt zu den begehrtesten Spielern auf dem internationalen Transfermarkt. Sowohl Chelsea als auch Aston Villa zeigen großes Interesse daran, den 23-jährigen Stürmer in die Premier League zu holen. Doch ein gewaltiges Hindernis steht diesem Wechsel im Weg.
Eine kostspielige Hürde
Quiñones wechselte kürzlich vom Club América zu Al-Qadisiya in Saudi-Arabien und unterzeichnete dort einen Vertrag, der einen Transfer extrem erschwert. Laut ESPN hat der saudische Klub eine Ausstiegsklausel in Höhe von satten 200 Millionen US-Dollar festgelegt – der Betrag, den jedes Team aufbringen müsste, um ihn diesen Sommer loszueisen.
Diese Summe übertrifft frühere Berichte, die von etwa 70 Millionen Euro (rund 76 Millionen US-Dollar) ausgingen – eine Ablösesumme, die ihn bereits zum teuersten mexikanischen Spieler aller Zeiten gemacht hätte und damit Hirving „Chucky“ Lozanos Wechsel von PSV zu Napoli übertrifft.
Da Chelsea und Aston Villa zwar interessiert, aber nicht verzweifelt sind, wird die 200-Millionen-Dollar-Klausel Quiñones wohl in Saudi-Arabien halten – trotz seiner herausragenden WM-Leistung, die ihn fest ins Blickfeld Europas gerückt hat.
Quiñones’ historische Leistung für Mexiko
Quiñones zeigte bei der WM Nordamerika 2026 eine der besten Leistungen eines mexikanischen Spielers überhaupt und erzielte vier Tore. Damit stellt er den mexikanischen Rekord für die meisten WM-Tore eines Spielers ein, den Javier „Chicharito“ Hernández und Luis „El Matador“ Hernández halten.
Er erreichte zudem die legendären vier Tore von El Matador bei der WM 1998 in Frankreich – und ist damit erst der zweite Mexikaner, dem es gelingt, in einem einzigen WM-Turnier viermal zu treffen.
Ein historisches Turnier, ein stark steigender Marktwert – und eine Ausstiegsklausel, die den Transfermarkt zum Stillstand bringen könnte.