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Wer ist der beste amerikanische Torschütze in der Champions-League-Geschichte? Die Elite-Liste ist kürzer als gedacht

Wer ist der beste amerikanische Torschütze in der Champions League? Die kurze Elite-Liste

Es ist nachvollziehbar, warum die Champions League als Europas bedeutendstes Fußballturnier gilt – sie versammelt die besten Teams, die herausragendsten Spieler und präsentiert das Beste, was der schöne Sport zu bieten hat.

Im Laufe der Jahre haben viele südamerikanische Spieler die Champions League geprägt – Brasilianer, Argentinier, Uruguayer – doch bei Spielern aus Nordamerika gestaltet sich die Geschichte anders und ist vergleichsweise jung.

Steve Trittschuh war der erste US-Amerikaner, der in der Champions League (damals noch Europapokal genannt) auflief. Er spielte im September 1990 für Sparta Prag in beiden Partien der ersten Runde gegen Spartak Moskau.

Nur zwei US-amerikanische Spieler haben den Titel überhaupt gewinnen können. Jovan Kirovski erhielt 1997 eine Sieger-Medaille, als Borussia Dortmund den Pokal holte, obwohl er in den K.o.-Runden und im Finale nicht zum Einsatz kam.

Christian Pulisic wurde der zweite US-Sieger und spielte dabei eine wesentlich aktivere Rolle. Er verpasste auf dem Weg ins Finale 2021 lediglich zwei Spiele von Chelsea.

Pulisic – der erfolgreichste US-Torschütze

Pulisic, der 2016 sein Champions-League-Debüt für Dortmund gab, ist der erfahrenste US-Spieler in Europas Top-Klubwettbewerb und zugleich der treffsicherste.

Der Stürmer von AC Mailand bestritt bislang 63 Champions-League-Spiele – mehr als jeder andere US-Amerikaner – und führt auch die Liste der nordamerikanischen Torschützen mit insgesamt 12 Treffern an. Da Milan sich jedoch nicht für die Saison 2025/26 qualifizieren konnte, rücken mittlerweile vier Spieler seinem Rekord auf die Pelle.

Weston McKennie liegt mit 11 Toren nur knapp hinter Pulisic, nachdem er in der vergangenen Saison mit Juventus vier weitere Treffer erzielte. Pulisic und McKennie sind die einzigen Nordamerikaner mit mindestens zehn Champions-League-Toren. McKennie erreichte diese Marke schneller – bereits nach 40 Einsätzen, während Pulisic sie in seinem 57. Spiel erreichte.

Den dritten Platz belegt Ricardo Pepi von PSV Eindhoven mit bereits sechs Toren, obwohl er erst in drei Spielzeiten dabei war. Der El-Paso-Geborene erzielte sein erstes Tor mit einem dramatischen Kopfball in der Nachspielzeit gegen Sevilla im November 2023. Die vergangene Saison war seine bislang erfolgreichste, mit Toren gegen Napoli, Olympiakos und Atlético Madrid.

Balogun erobert die Rangliste

Ein weiterer Aufsteiger in der Saison 2025/26 ist Folarin Balogun, der das beste Tor-gegen-Spiel-Verhältnis aller nordamerikanischen Champions-League-Spieler vorweist. Balogun bestritt bisher nur die letzten zwei Spielzeiten und erzielte fünf Tore in 13 Einsätzen für Monaco. Sein Debüttor erzielte er im November gegen Bodø/Glimt. Es folgten Treffer in den beiden nächsten Spielen, wobei sein Höhepunkt zweifelsohne die zwei Tore gegen Titelverteidiger PSG in den Playoffs waren.

Mit ebenfalls fünf Treffern teilt sich Malik Tillman den Platz mit Balogun. In Deutschland geboren, besitzt Tillman durch seinen US-amerikanischen Vater die doppelte Staatsbürgerschaft. Er erzielte Tore für vier verschiedene Clubs in der Champions League: Bayern München, Rangers, PSV Eindhoven und Bayer Leverkusen. Seine Treffer fielen in den beiden jüngsten Spielzeiten – in der vergangenen Saison gelang ihm ein Doppelpack gegen Villarreal in der Gruppenphase.

Beasley: der einstige Spitzenreiter

Den Kreis der besten US-Torschützen in der Champions League schließt DaMarcus Beasley, der die Liste einst anführte. Der Linksverteidiger bestritt insgesamt 22 Partien für PSV Eindhoven und Rangers. Sein viertes und letztes Tor im Wettbewerb erzielte er im Oktober 2007 gegen Olympique Lyon.

Insgesamt haben 16 nordamerikanische Fußballer mindestens einmal in Europas prestigeträchtigstem Klubwettbewerb getroffen. Da sich weder Pulisics Milan noch McKennies Juventus für die kommende Saison qualifizieren konnten, wird Ricardo Pepi versuchen, näher an die Spitze heranzurücken.