Der Weg des geringsten Widerstands: Wie Arsenal das Champions-League-Finale 2026 erreichte
Arsenal steht nur noch drei Spiele davon entfernt, die erfolgreichste Saison in seiner 140-jährigen Vereinsgeschichte zu feiern. Neben dem Premier-League-Titel, der nach 22 Jahren wieder in Reichweite ist, fehlt Mikel Artetas Team nur noch ein Sieg zum ersten Champions-League-Triumph.
Die Gunners treffen am 31. Mai in Budapest, Ungarn, im Champions-League-Finale auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain und hoffen, es besser zu machen als bei ihrem letzten Finale 2006, als sie in Paris mit 1:2 gegen Barcelona verloren.
Trotz der frühen Roten Karte für Torwart Jens Lehmann nach nur 18 Minuten gingen die Gunners vor der Halbzeit durch Sol Campbell in Führung. Doch schnelle Treffer von Samuel Eto’o und Juliano Belletti im letzten Viertel des Spiels drehten die Partie zugunsten Barcelonas.
PSG kommt in beeindruckender Form
Als Premier-League-Spitzenreiter gehen die Gunners als Außenseiter ins Finale gegen PSG, die nach einem zähen Saisonstart genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Höchstform erreicht zu haben scheinen. Luis Enriques Mannschaft hat in der K.o.-Phase bereits zwei englische Teams deutlich besiegt: Chelsea wurde im Achtelfinale mit 8:2 bezwungen, im Viertelfinale folgte ein 4:0 gegen Liverpool.
Im Halbfinale setzten sich die französischen Meister in einem legendären Champions-League-Duell knapp mit 5:4 gegen Bayern München durch.
Es ist kaum umstritten, dass Arsenals Weg ins Finale weniger anspruchsvoll war. Die Gunners betonen jedoch, dass sie sich dies durch die beste Bilanz in der Gruppenphase verdient haben, in der sie als einziges Team alle acht Spiele gewannen.
Arsenals Weg wird hinterfragt
Während PSG sich nur knapp gegen den Ligue-1-Klub Monaco im Playoff der K.o.-Phase durchsetzte, entfiel für Arsenal diese Runde komplett, da sie unter den besten acht der Gruppenphase standen.
Artetas Team wurde zudem auf der vermeintlich leichteren Seite des Turnierbaums gelost, wodurch sie Gegner wie PSG, Chelsea, Liverpool, Real Madrid, Manchester City und Bayern München aus dem Weg gingen.
Stattdessen trafen sie auf Bayer Leverkusen, die in der Bundesliga nur den sechsten Platz belegen und bereits zwei zusätzliche Playoff-Spiele absolviert hatten. Ein spätes Elfmetertor von Kai Havertz sicherte ein 1:1 auswärts, bevor Arsenal im Emirates-Stadion souverän mit 2:0 gewann.
Im Viertelfinale wartete dann entweder Sporting CP oder Bodø/Glimt, keine der traditionellen europäischen Spitzenmannschaften, und es wurde die portugiesische Mannschaft. Havertz erzielte erneut spät im Hinspiel den entscheidenden Treffer zum 1:0, und Arsenal zog nach einem spannenden 0:0 in London weiter.
Ein letztes Hindernis bleibt
Im Halbfinale hätten die Gunners auf LaLiga-Meister Barcelona treffen können, zogen jedoch Atlético Madrid, den Viertplatzierten Spaniens, nachdem Diego Simeones Team die Katalanen überraschend ausschaltete.
Auch dieses Duell war knapp, und Arsenal holte nach einem Unentschieden in Spanien einen knappen Sieg.
Wenn Bayer Leverkusen, Sporting CP und Atlético Madrid nicht gerade wie der härteste Weg zum Champions-League-Finale wirken, rechnen die meisten damit, dass PSG am 31. Mai in Budapest dafür umso größere Herausforderung sein wird.