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Ukraine setzt Drohnen ein: Angriff auf Treibstofflager und Ölterminal auf der Krim

Drohnen schlagen ein: Ukraine greift Treibstofflager und Ölterminal auf der Krim an

Kiews Streitkräfte führen weiterhin gezielte Angriffe auf die von Russland kontrollierte Ölinfrastruktur durch. Ein von ukrainischen Spezialeinheiten veröffentlichtes Video dokumentiert mehrere Drohneneinschläge und Beschädigungen an den Treibstofftanks.

Ukrainische Drohnen haben auf der von Russland besetzten Krim Halbinsel Treibstoffdepots attackiert. Dabei wurde unter anderem das Öllager Semikolodesjanska getroffen, wie die ukrainischen Spezialeinheiten auf Telegram mitteilten. Dieses Lager dient den russischen Streitkräften als Umschlagplatz zur Versorgung ihrer Truppen mit Treibstoff. Über das genaue Ausmaß der Schäden liegen bisher keine näheren Informationen vor.

Ein weiterer Drohnenangriff richtete sich gegen ein Ölterminal im Hafen von Feodosija, das im Notfall zur Versorgung der Krim genutzt wird. Auch zu den Folgen dieses Angriffs äußerten sich die ukrainischen Spezialkräfte nicht. Von russischer Seite wurden zu beiden Angriffen bislang keine Stellungnahmen veröffentlicht.

Das von ukrainischen Spezialeinheiten geteilte Video zeigt mehrere Explosionen und aufsteigende Rauchwolken. Besonders deutlich wird, wie die Drohnen gezielt große Treibstofftanks ins Visier nehmen.

Bereits vor Kurzem hatte es auf der Krim aufgrund wiederholter ukrainischer Angriffe auf russische Nachschublinien eine Treibstoffrationierung gegeben. Im seit über vier Jahren andauernden Angriffskrieg, den Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine führt, setzt Kiew bei seinen Gegenoffensiven verstärkt auf Angriffe gegen die russische Ölindustrie. Ziel ist es, die Treibstoffversorgung der russischen Armee zu unterbrechen und die für Moskaus Kriegskasse wichtigen Einnahmen aus dem Energiesektor zu verringern.

Unterdessen beschuldigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Russland, gezielt das Lager für abgebrannte Kernbrennelemente in der Sperrzone des stillgelegten Atomkraftwerks Tschernobyl angegriffen zu haben. Dies sei ein „außerordentlich hinterhältiger russischer Angriff“, erklärte er auf Telegram. Die zuständigen Ministerien und Dienste hätten Kiews Partner darüber informiert, so Selenskyj weiter.