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Trump bezeichnet Berichte als „Fake News“: Iran besitzt weiterhin Großteil seines Raketenarsenals

Trump spricht von "Fake News": Iran soll noch Großteil seines Raketenarsenals besitzen

Die US-Regierung wiederholt stets, dass der Iran militärisch besiegt sei. Allerdings gibt es erhebliche Zweifel daran: Laut Berichten amerikanischer Medien sind Teherans Vorräte an Raketen und mobilen Abschussrampen keineswegs erschöpft.

US-Medien zufolge verfügt der Iran weiterhin über den Großteil seiner mobilen Abschussrampen und Raketen. Die „New York Times“ stützt sich auf Informationen von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch rund 70 Prozent seiner mobilen Abschussvorrichtungen und etwa 70 Prozent seines Raketenarsenals aus der Zeit vor dem Krieg besitzt. Die Quelle beruft sich auf Personen, die mit den Geheimdienstinformationen Anfang dieses Monats vertraut sind. Außerdem soll der Iran wieder Zugang zu den meisten seiner unterirdischen Raketenlager haben.

Bereits in der vergangenen Woche berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf eine Analyse der US-Geheimdienste von ähnlichen Zahlen. Demnach verfüge der Iran noch über circa 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen und etwa 70 Prozent seiner Raketen aus der Zeit vor Kriegsbeginn, so ein US-Beamter. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass die iranische Führung nahezu alle unterirdischen Lagerstätten wieder aktivieren konnte, beschädigte Raketen instand gesetzt und neue Raketen produziert habe.

Besonders besorgniserregend sei laut hochrangigen Beamten, die mit der „New York Times“ sprachen, dass der Iran offenbar wieder Zugang zu den meisten Raketenstellungen entlang der Straße von Hormus erlangt habe. Derzeit herrscht im Konflikt mit dem Iran eine fragile Waffenruhe, während Friedensgespräche ins Stocken geraten sind.

US-Präsident Donald Trump äußerte zuletzt auf seiner Plattform Truth Social erneut Kritik an der Medienberichterstattung über den Iran-Konflikt, ohne konkrete Artikel zu benennen. Er bezeichnete Berichte, wonach der iranische Gegner militärisch erfolgreich sei, als „Fake News“ und sprach von Verrat, da solche Behauptungen seiner Meinung nach falsch und absurd seien. Er warf den Medien vor, damit dem Feind in die Hände zu spielen.

Besorgnis über US-Munitionsbestände

Die Meldungen der „New York Times“ und der „Washington Post“ widersprechen deutlich der Darstellung der US-Regierung, die behauptet, der Iran sei durch den Krieg, den Israel und die USA Ende Februar begonnen haben, militärisch weitgehend besiegt. Diese Berichte erscheinen zudem in einer Zeit, in der die Kosten des Konflikts in den USA verstärkt diskutiert werden.

US-Senator Mark Kelly äußerte kürzlich, die Vorräte an Munition und Raketen des US-Militärs seien stark dezimiert. Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses wurde er vom Pentagon über bestimmte Munitionsarten informiert – darunter Angaben zu Raketen vom Typ Tomahawk, ATACMS, SM-3 sowie zu Raketen für Flugabwehrsysteme des Typs Patriot.

Generalstabschef Dan Caine betonte, dass die regionalen Kommandos des US-Militärs ihm ausreichende Munitionsbestände für die aktuellen Einsätze gemeldet hätten. Kritiker sorgen sich jedoch weniger um die laufenden Operationen, sondern vielmehr darum, ob die Vorräte auch für einen möglichen größeren Konflikt, etwa im Zusammenhang mit Taiwan, ausreichen würden.

Unterdessen steigen die Kosten für den Militäreinsatz im Nahen Osten rapide: Bei einer Anhörung im US-Kongress bezifferte der Finanzchef des Verteidigungsministeriums, Jules Hurst, die Ausgaben mittlerweile auf 29 Milliarden US-Dollar. Das ist etwa vier Milliarden Dollar mehr als die Ende April von Verteidigungsminister Pete Hegseth geschätzten Kosten. Hurst führte den Anstieg auf aktualisierte „Kosten für Reparaturen und Ersatz von Ausrüstung“ zurück.