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Teheran dämpft Hoffnungen: Kein rasches Abkommen mit den USA in Sicht

Teheran dämpft Erwartungen: Iran: Kein Abkommen mit den USA binnen 24 Stunden

Die Erwartungen auf eine zügige Einigung zwischen Washington und Teheran werden gedämpft. Der Iran widerspricht Berichten, wonach bereits am Sonntag eine Vereinbarung unterzeichnet werden soll. Eine Absichtserklärung in den nächsten Tagen schließt das Regime der Ajatollahs jedoch nicht aus.

Das iranische Außenministerium hält eine baldige Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit den USA zur Beendigung des Konflikts grundsätzlich für möglich. Gleichzeitig wies Teheran Aussagen des pakistanischen Vermittlers zurück, die von einem Abschluss innerhalb von 24 Stunden sprachen. Am Sonntag werde es keine Unterschrift geben, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, gegenüber staatlichen Medien. Zugleich betonte er, dass eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen nicht ausgeschlossen sei.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hatte zuvor mitgeteilt, dass sich beide Seiten auf einen Rahmenvertrag geeinigt hätten und Islamabad die elektronische Unterzeichnung für Sonntag vorbereite. In der darauf folgenden Woche sollten technische Gespräche folgen. Das iranische Außenministerium rief jedoch zur Vorsicht auf. Aufgrund von Unsicherheiten auf der Gegenseite könne kein konkretes Datum genannt werden. US-Präsident Donald Trump äußerte sich zunächst nicht direkt, teilte jedoch Sharifs Beitrag auf der Plattform X.

Nach Informationen von Insidern sieht die geplante Absichtserklärung vor, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug soll der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen. Anschließend sind Verhandlungen über das iranische Atomprogramm innerhalb einer Frist von 60 Tagen vorgesehen. Während die USA auf eine Reduktion des Programms und die Vernichtung von hochangereichertem Uran drängen, möchte der Iran das Material in verdünnter Form behalten. Hochangereichertes Uran ist der Ausgangsstoff für Atombomben.

Israel wird nicht Teil des Abkommens sein, stellte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu klar. Er war mit Trump in Konflikt geraten, nachdem die USA von Israel verlangten, Angriffe im Libanon einzuschränken, um eine Einigung mit Teheran zu erleichtern. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi erklärte, das Abkommen werde den Krieg im Libanon beenden, was einen israelischen Rückzug aus besetzten Gebieten impliziert. Der israelische Verteidigungsminister lehnte einen solchen Schritt jedoch ab. Israel erwarte, seine Handlungsfreiheit zur Abwehr von Bedrohungen zu bewahren, erklärte ein hochrangiger Regierungsvertreter.