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Iranische Marine nimmt eigenen Öltanker fest – Exporte sollten offenbar beeinträchtigt werden

Wollte Exporte "schädigen": Iranische Marine entert eigenen Öltanker

Die Situation bleibt undurchsichtig: Ein Öltanker, der mutmaßlich zur iranischen Schattenflotte gehört, versuchte die Straße von Hormus zu passieren. Das iranische Militär verhinderte dies und brachte die „Ocean Koi“ zurück an die Küste. Weshalb dies geschah, ist bislang unbekannt.

Nach Angaben der iranischen Armee wurde ein mit US-Sanktionen belegtes Schiff mit iranischem Öl an die Küste zurückgeführt. Die „Ocean Koi“ habe den Zweck verfolgt, die iranischen Ölexporte „zu beeinträchtigen und zu stören“, teilte die Armee in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Mitteilung mit. Das Schiff wurde an die Südküste Irans umgeleitet. Die genauen Gründe für diese Maßnahme im Golf von Oman blieben offen. Laut US-Behörden zählt der Tanker zur iranischen Schattenflotte.

Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte ein Video, das angeblich die Beschlagnahmung des Tankers dokumentiert. Darin sind iranische Militärboote zu sehen, die dem Schiff nachts folgen und es mittels Leitern entern, bevor es in iranische Gewässer zurückgeführt wird. Die Armee erklärte, dass der Tanker nach seiner Rückkehr den Justizbehörden übergeben wurde.

Nach unbestätigten Informationen wurde der Name des Tankers inzwischen in „Jin Li“ geändert. Der Eigentümer soll in Shanghai ansässig sein. Ob die Entscheidung, den Tanker auslaufen zu lassen, dort getroffen wurde, bleibt unklar.

Im Februar hatte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den unter barbadischer Flagge fahrenden Tanker verhängt. Nach Angaben aus Washington ist das Schiff seit 2020 Teil der iranischen Schattenflotte – einem Netzwerk von Schiffen, das genutzt wird, um Öltransporte trotz Sanktionen durchzuführen.