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Insider: Gespräche zwischen USA und Iran trotz Luftangriffen weiter im Gange

Trotz gegenseitiger Luftangriffe: Insider: Verhandlungen zwischen USA und Iran auf Kurs

Obwohl sich die USA und der Iran in den letzten zwei Nächten gegenseitig mit Luftangriffen attackierten, besteht die Waffenruhe bisher vor allem formal weiter. Diplomaten berichten jedoch, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern trotz der Eskalation militärischer Aktionen Fortschritte verzeichnen.

Laut iranischen Insidern verstärken sich die Bemühungen um ein vorläufiges Abkommen zwischen Washington und Teheran trotz der jüngsten Angriffe. Drei Quellen aus dem Iran erklärten gegenüber Reuters, dass beide Seiten aktuell auch über einen Mechanismus zur Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte beraten. Auch der US-Sender CNN berichtet unter Berufung auf diplomatische Kreise, dass die Gespräche weiterhin voranschreiten.

Demnach wurden Entwürfe für eine Absichtserklärung zwischen beiden Parteien ausgetauscht. Ein wesentlicher Streitpunkt ist die Freigabe der im Ausland blockierten iranischen Öleinnahmen. Während der Iran die Auszahlung von sechs bis zwölf Milliarden US-Dollar fordert, will die US-Regierung diese Gelder nur schrittweise und ausschließlich für humanitäre Zwecke freigeben.

Für die iranische Führung steht ein Rahmenabkommen im Fokus, das dem Land wirtschaftliche Erleichterungen verschaffen und den Konflikt beenden soll. Zudem verlangt der Iran ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon, die Aufhebung von Sanktionen und die Anerkennung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus. Im Gegenzug fordert die US-Seite unter Präsident Trump das Ende der iranischen Blockade der Meerenge sowie verbindliche Garantien, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln wird.

Nach den jüngsten Gefechten äußerte Pakistan, das in dem Konflikt als Vermittler auftritt, seine „tiefe Besorgnis“. Ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad betonte, dass Pakistan seine diplomatischen Bemühungen trotz der Eskalation fortsetzen werde. Dialog und Diplomatie müssten die Grundlage sein, um eine „Lösung für alle strittigen Fragen“ zu finden, so der Sprecher weiter.

Trump warnt mit deutlichen Worten

Nach erneuten Luftangriffen zwischen Iran und USA in der Nacht zum Donnerstag drohte US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten Teheran mit weiteren heftigen Bombardements, falls die iranische Führung nicht umgehend einer Vereinbarung zustimme. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth forderte Zugeständnisse und kündigte bei Bedarf weitere Luftschläge an: „Wenn wir mit Bomben verhandeln müssen, dann verhandeln wir mit Bomben. Und darin sind wir sehr erfahren.“

Die Luftangriffe der USA und Israels am 28. Februar markierten den Beginn der Kampfhandlungen mit dem Iran. Darauf reagierte Teheran mit Raketen- und Drohnenangriffen gegen Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Standorte in der Region. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Feuerpause. Bisherige diplomatische Anstrengungen zur dauerhaften Beilegung des Konflikts führten noch nicht zu einer Einigung. Pakistan fungiert als Vermittler bei den indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.