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Grünen-Vorsitzende zu den Waldbränden in Südeuropa: „Unsere Nachbarn brauchen jetzt Unterstützung“

Grünen-Chefin zu Waldbränden in Südeuropa: "Wir dürfen unsere Nachbarn nicht alleine lassen"

In Südeuropa wüten die Waldbrände unaufhörlich, bereits mussten Zehntausende Menschen ihre Heimat verlassen. Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner betont, dass solche Katastrophen künftig verhindert werden müssen und rückt den europäischen Klimaschutz in den Fokus.

Angesichts der zerstörerischen Feuer in Frankreich und Spanien fordert Brantner eine verstärkte Aufmerksamkeit für den Klimaschutz. „Diese Brände verdeutlichen erneut, wie anfällig unsere Gesellschaften durch die Klimakrise geworden sind“, erklärte sie in Berlin. „Es ist jetzt entscheidend, schnell zu helfen und gleichzeitig alles zu unternehmen, um solche Katastrophen in Zukunft einzudämmen.“

Die Grünen-Chefin begrüßt, dass Deutschland bereits Unterstützung über den EU-Katastrophenschutzmechanismus angeboten hat. „Doch es ist wichtig, dass diese Hilfe zügig und konkret umgesetzt wird“, mahnte sie. „Welche Löschflugzeuge, Hubschrauber und Einsatzkräfte kann Deutschland kurzfristig bereitstellen? In Europa dürfen wir unsere Nachbarn in einer solchen Notlage nicht im Stich lassen.“

Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden

Brantner zeigte sich tief betroffen von den verheerenden Bränden. „Die Bilder aus Frankreich und Spanien sind erschütternd“, sagte sie. „Mein Mitgefühl gilt allen, die in diesen Tagen um ihre Sicherheit und ihre Zukunft bangen.“

Die Brände zwangen bereits Zehntausende zur Flucht. Laut Behörden wurden im Südwesten Frankreichs bis Samstag etwa 141.000 Menschen evakuiert. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez betonte, dass das Land in dieser Dimension noch nie mit solchen Bränden konfrontiert war. In Spanien forderte das Innenministerium im Großraum Madrid rund 25.000 Menschen zur Evakuierung auf.

Zentrales Ziel: „Leben retten“

Auch wenn sich die Löschbedingungen nahe Madrid verbessert haben, besteht weiterhin keine Entwarnung: Teile westlich der spanischen Hauptstadt sind weiterhin von Rauch durchzogen, Brandgeruch erreichte sogar das Stadtzentrum. Nach Angaben der Regierung breiten sich die Flammen dank der deutlich besseren Bedingungen nur noch gering aus. Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte bei einem Besuch vor Ort, dass das wichtigste Ziel sei, „Leben zu retten“.

Behörden zufolge verschmolzen zwei von drei Bränden westlich von Madrid zu einem Großfeuer, das sich mit einem weiteren Brand in der Region Kastilien und León verbinden könnte. Zehn Orte in der Region Madrid wurden bereits evakuiert, in drei weiteren Gemeinden wurden die Bewohner aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.