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Er brachte die WM nach Katar: Ehemaliger Emir verstorben

Er holte die WM ins Land: Früherer Emir von Katar gestorben

Als Emir hinterließ Scheich Hamad in Katar einen bleibenden Eindruck: Er leitete die Modernisierung des Golfstaates ein, gründete den einflussreichen Sender Al-Dschasira und investierte umfassend in die Erdgasförderung. Nun trauert das Land um seinen ehemaligen Herrscher.

Der frühere Emir von Katar, Hamad bin Chalifa Al Thani, verstarb im Alter von 74 Jahren. Der Regierungssitz bezeichnete seinen Tod als „großen Verlust für die Nation“. Von 1995 bis 2013 regierte Scheich Hamad das Emirat fast zwei Jahrzehnte lang. Er war Vater des aktuellen Emirs, Tamim bin Hamad Al Thani. Die Machtübernahme erfolgte durch einen unblutigen Putsch gegen seinen Vater, die Übergabe an seinen Sohn geschah 2013 freiwillig – ein seltenes Ereignis in monarchischen Kreisen.

Unter seiner Führung wurde Katar nicht nur modernisiert, sondern auch sein diplomatischer Einfluss erheblich erweitert. Die Erdgasproduktion, die Katar heute zu einem der weltweit führenden Exporteure macht, wurde in seiner Amtszeit stark ausgeweitet. Er brachte bedeutende Investitionen ins Land und sicherte sich 2010 die Ausrichtung der Fußball-WM 2022. Zudem gründete Scheich Hamad den Nachrichtensender Al-Dschasira, der sich zu einem der wichtigsten Medien im arabischen Raum entwickelte.

Scheich Hamad hinterlässt drei Ehefrauen und insgesamt 24 Kinder. Die Al Thani-Familie übernahm bereits im 19. Jahrhundert die Herrschaft über Katar. Bis zur Unabhängigkeit 1971 stand das Land unter britischem Protektorat. Heute leben rund drei Millionen Menschen in Katar, von denen die Mehrheit ausländische Arbeitskräfte sind.