Brandgefahr durch Einweg-Vapes: Umweltminister Schneider plant Verkaufsverbot
Einweg-Vapes gewinnen zunehmend an Popularität. Bereits seit längerer Zeit warnen Mediziner vor den gesundheitlichen Folgen. Umweltminister Schneider betont zudem, dass die Entsorgung der batteriebetriebenen Wegwerf-E-Zigaretten „eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben“ darstellt und kündigt daher neue Maßnahmen an.
Der Bundesumweltminister Carsten Schneider plant ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Er beabsichtigt, noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz vorzulegen, erklärte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit den Umweltministern der Länder in Leipzig. Danach sollen diese Einmal-Vapes in Deutschland nicht mehr verkauft werden dürfen.
Schneider begründet das geplante Verbot mit der Brandgefahr, die von den sogenannten Vapes ausgeht. Nutzer entsorgen die Geräte häufig einfach über den Hausmüll oder den Gelben Sack, was in Müllentsorgungsanlagen zu Bränden führen kann. Dies stellt eine erhebliche Gefährdung für die Gesundheit der Beschäftigten sowie für den Recyclingstandort Deutschland dar. Die genaue Häufigkeit der durch diese Geräte verursachten Brände wird aktuell noch ermittelt.
Der Bundesrat hatte sich bereits zuvor für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ausgesprochen. Die Bundesregierung signalisierte ihre Bereitschaft, ein solches Verbot umzusetzen. Schneider machte nun deutlich, dass das Verbot bald in Kraft treten soll. Nachfüllbare Geräte werden von diesem Verbot ausgenommen sein.
Diese sogenannten E-Zigaretten erzeugen einen Dampf, der inhaliert wird und nach Früchten oder Menthol duftet. Obwohl der Dampf deutlich weniger Schadstoffe als Tabakrauch enthält, warnen Mediziner vor den gesundheitlichen Risiken und der süchtig machenden Wirkung von Nikotin. Einweggeräte sind für einige hundert bis maximal etwa tausend Züge ausgelegt, danach müssen sie entsorgt werden. Der kleine Tank mit der Flüssigkeit lässt sich nicht nachfüllen, und die integrierte Batterie kann nicht aufgeladen werden.
Im Jahr 2025 stieg der legale Umsatz mit E-Zigaretten in Deutschland nach Branchenangaben schätzungsweise um 25 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Ab Juli können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland E-Zigaretten an allen Verkaufsstellen auch zurückgeben.