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Bekennerschreiben veröffentlicht: Unbekannte verüben Anschlag auf Auto eines CDU-Politikers

Bekennerschreiben aufgetaucht: Unbekannte verüben Anschlag auf Auto von CDU-Politiker

Das Fahrzeug des Hamburger CDU-Politikers Christoph de Vries wurde mit Buttersäure beschmutzt, während das Auto eines leitenden Polizisten in Brand gesetzt wurde. Im Internet erschien ein Bekennerschreiben einer mutmaßlich linksextremistischen Gruppe. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Hamburg ereignete sich ein Buttersäureanschlag auf den Privatwagen von Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Am Donnerstagmorgen bemerkte ein Anwohner an seinem Fahrzeug einen beißenden Gestank und meldete dies im Laufe des Tages der Polizei, wie eine Sprecherin bestätigte, ohne den Namen des CDU-Politikers zu nennen. Parallel tagte seit Mittwoch die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern in Hamburg.

Aufgrund eines im Internet veröffentlichten Bekennerschreibens, das mit „FREE ALL ANTIFAS – Feuer und Flamme der Repression!“ unterzeichnet ist, ermittelt der Staatsschutz wegen Sachbeschädigung. In diesem Statement wird de Vries explizit erwähnt, der sich laut den Verfassern „in der Rolle des rechten Kulturkämpfers mit ideologischen Überschneidungen zur AfD“ positioniere.

In der Nacht zu Donnerstag kam es zudem in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein) zu einem Brandanschlag auf den Privatwagen des Leiters des Hamburger Polizeikommissariats 16. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung wurde das Fahrzeug vollständig zerstört.

Auch für diesen Anschlag bekannten sich die mutmaßlichen Linksextremisten in ihrem Bekennerschreiben. Die Polizei teilte mit, dass der Hamburger Staatsschutz eng mit den Kollegen in Schleswig-Holstein zusammenarbeitet, wobei die Ermittlungen dort vom zuständigen Staatsschutz geführt werden.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Hamburg verurteilte die Taten scharf. „Solche Angriffe haben nichts mit politischer Debatte zu tun“, betonte sie und bezeichnete sie als Ausdruck eines menschenverachtenden Extremismus, der Einschüchterung und Angst verbreiten wolle. Empörung zeigten zudem Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen sowie die AfD-Fraktion in Hamburg.